Schrecken Online-Fahrschule:
Verbände malen den Teufel an die Wand
Es ist immer gut, sich genau zu überlegen, welche Interessen hinter Aussagen stecken. Einige Bundesländer wollen Online-Theoriestunden für Fahrschüler etablieren, die Fahrschulverbände sind sich ganz sicher, dass das zu schlechten, unvorsichtigen Fahrern führen wird.
Wie heise berichtet, stemmen sich aktuell mehrere Verbände gegen den Vorstoß, neben dem Präsenzunterricht in den Fahrschulen in Deutschland auch Online-Theoriestunden als vollwertige Alternative zuzulassen. Eine entsprechende Empfehlung war vom Verkehrsausschuss des Bundesrates erfolgt, der vorsieht, diese Möglichkeit mit einer Anpassung der Fahrerlaubnis-Verordnung zu schaffen. Eine entsprechende Anpassung könnte vom Bundesrat in seiner Sitzung am Freitag angeschoben werden.
Der Vorstoß im Bundesrat geht vor allem auf die Länder Niedersachsen und Hessen zurück. Die stellen sich klar gegen die Darstellung der Fahrschulverbände. "Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen ist es Fahrschülern heute nicht mehr zu erklären, wieso sie teilweise lange Fahrtwege auf sich nehmen müssen, wenn es kostengünstige, didaktisch geeignete und vor allem erprobte digitale Lösungen gibt", zitiert heise Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU).
Die, die mit Unterricht Geld verdienen wollen nicht, dass sich etwas ändert
Eines muss gesagt sein: Präsenzunterricht kann natürlich große Vorteile gegenüber digitalen Unterrichtsformen bringen, wenn der Lernstoff beispielsweise dynamisch in Gruppen erarbeitet werden kann. Der theoretische Fahrschulunterricht steht allerdings nicht unmittelbar im Verdacht, dass für ein Verständnis der Inhalte komplexe Zusammenhänge erschlossen werden müssen. Hier geht es vor allem um eines: Regeln lernen und mit Alltagssituationen in Zusammenhang bringen. Viele Fahrschulverbände sind sich sicher: Das kann man auf keinen Fall im Online-Unterricht.Wie heise berichtet, stemmen sich aktuell mehrere Verbände gegen den Vorstoß, neben dem Präsenzunterricht in den Fahrschulen in Deutschland auch Online-Theoriestunden als vollwertige Alternative zuzulassen. Eine entsprechende Empfehlung war vom Verkehrsausschuss des Bundesrates erfolgt, der vorsieht, diese Möglichkeit mit einer Anpassung der Fahrerlaubnis-Verordnung zu schaffen. Eine entsprechende Anpassung könnte vom Bundesrat in seiner Sitzung am Freitag angeschoben werden.
Es geht angeblich um Verkehrssicherheit
Um das zu verhindern, meldet sich unter anderem der Präsident der Deutschen Fahrlehrer-Akademie, Gerhard von Bressendorf, zu Wort und beschwört herauf, dass bei einer Einführung großes Ungemach droht: "Ein reiner Online-Theorieunterricht kann niemals die Ausbildungsqualität bieten, wie es im Präsenzunterricht möglich ist." Noch drastischer formuliert es die Bundesvereinigung für Fahrlehrerverbände (BVF). Nutzer von Distanzunterricht seien "abgelenkt" und "passiv" und könnten sich nicht in "Diskussionen zur Verkehrssicherheit" einbringen. "Das wiederum hat große Auswirkungen auf den Lerneffekt und auf die Einstellungen zur Verkehrssicherheit", so der Vorsitzende Jürgen Kopp.Der Vorstoß im Bundesrat geht vor allem auf die Länder Niedersachsen und Hessen zurück. Die stellen sich klar gegen die Darstellung der Fahrschulverbände. "Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen ist es Fahrschülern heute nicht mehr zu erklären, wieso sie teilweise lange Fahrtwege auf sich nehmen müssen, wenn es kostengünstige, didaktisch geeignete und vor allem erprobte digitale Lösungen gibt", zitiert heise Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU).
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