Chrome: Download-Filter macht freier Software das Leben schwer
Google Chrome prüft jeden Download vorab auf Sicherheit und zeigt gegebenenfalls eine entsprechende Warnung an. Laut einem Entwickler von Open-Source-Software, der sich auf Emulatoren für Spielkonsolen spezialisiert hat, bremst dies aber den Vertrieb von freier und anderer Software massiv aus.
Wie der japanische Entwickler Byuu, der vor allem für den Higan Multisystem-Emulator und BNES bekannt ist, in einem Blog-Eintrag bei Medium erklärt, sieht er in Googles umfangreicher und extrem strikter Download-Prüfung eine Gefahr für den Vertrieb von freier Software und anderen Programmen im Allgemeinen. Die Marktmacht von Googles Browser Chrome sei problematisch, da der Download-Filter auch bei vollkommen einwandfreien Dateien immer vor dem Herunterladen warnt, wenn der jeweilige Anbieter kein teures Zertifikat erworben hat.
Es sei zwar lobenswert, dass Google und andere Anbieter versuchen, mit der Sicherheits-Prüfung von Downloads die Verbreitung von Malware zu unterbinden, allerdings schade man mit den Filtern direkt den Entwicklern von kostenloser, freier und quelloffener Software, die entweder nicht willens oder in der Lage sind, teure Zertifikate für ihre Releases zu erwerben, oder ihre Identität in vollem Umfang preisgeben wollen.
Zwar gebe es auch die Möglichkeit, ein normales Zertifikat zu erhalten, doch dafür müssten die Entwickler sowohl ihren vollen Namen angeben und eine Kopie eines Führerscheins, Ausweises oder anderen offiziellen Identifikationsmittels einreichen. Wer seine Identität nicht vollkommen preisgebe, habe somit keine Chance, seine eigentlich ohne jegliche Schadabsicht entwickelte Software ohne Einschränkungen zu veröffentlichen.
Letztlich ergibt sich so ein enormer Aufwand, der nicht nur kosten-, sondern auch noch zeitintensiv ist. Problematisch sei zudem auch, dass Googles Download-Sicherheitsprüfung die Ergebnisse von Viren- und Malware-Scans nicht berücksichtigt. Sämtliche Software werde von vornherein als gefährlich eingestuft, wenn sie erstmals zum Download verfügbar ist. Man könne zwar eine Sicherheitsprüfung beantragen, doch seien deren Ergebnisse für Google und damit für die Download-Warnungen im Chrome-Browser offenbar vollkommen irrelevant.
Byuu selbst hat sich deshalb entschieden, vorerst vollständig auf die Veröffentlichung fertig kompilierter ausführbarer Dateien seiner Software über seine Website zu verzichten.
Es sei zwar lobenswert, dass Google und andere Anbieter versuchen, mit der Sicherheits-Prüfung von Downloads die Verbreitung von Malware zu unterbinden, allerdings schade man mit den Filtern direkt den Entwicklern von kostenloser, freier und quelloffener Software, die entweder nicht willens oder in der Lage sind, teure Zertifikate für ihre Releases zu erwerben, oder ihre Identität in vollem Umfang preisgeben wollen.
Alle Downloads als unsicher eingestuft, selbst wenn keine Viren enthalten sind
Wer ein sogenanntes Code Signing Certificate von einem Sicherheitsdienstleister erwerben will, um den diversen Warnungen der Chrome-Download-Prüfung zu entgehen, muss einerseits teilweise mehrere Hundert oder gar Tausend Dollar investieren, um von Symantec und ähnlichen Anbietern zertifiziert zu werden. Hinzu kommt aber, dass man auch noch ein Gewerbe angemeldet haben muss, das vom amerikanischen Better Business Bureau geprüft wurde, so Byuu.Zwar gebe es auch die Möglichkeit, ein normales Zertifikat zu erhalten, doch dafür müssten die Entwickler sowohl ihren vollen Namen angeben und eine Kopie eines Führerscheins, Ausweises oder anderen offiziellen Identifikationsmittels einreichen. Wer seine Identität nicht vollkommen preisgebe, habe somit keine Chance, seine eigentlich ohne jegliche Schadabsicht entwickelte Software ohne Einschränkungen zu veröffentlichen.
Letztlich ergibt sich so ein enormer Aufwand, der nicht nur kosten-, sondern auch noch zeitintensiv ist. Problematisch sei zudem auch, dass Googles Download-Sicherheitsprüfung die Ergebnisse von Viren- und Malware-Scans nicht berücksichtigt. Sämtliche Software werde von vornherein als gefährlich eingestuft, wenn sie erstmals zum Download verfügbar ist. Man könne zwar eine Sicherheitsprüfung beantragen, doch seien deren Ergebnisse für Google und damit für die Download-Warnungen im Chrome-Browser offenbar vollkommen irrelevant.
Byuu selbst hat sich deshalb entschieden, vorerst vollständig auf die Veröffentlichung fertig kompilierter ausführbarer Dateien seiner Software über seine Website zu verzichten.
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