Die Grünen fordern Geldstrafen für schlechte Leistung der Paketdienste
Eigentlich jeder der regelmäßig im Internet einkauft hat es schon einmal erlebt: Ein Paket kommt verspätet, hängt tagelang irgendwo auf dem Transportweg fest, kommt beschädigt oder gar nicht an. Nun fordern die Grünen härtere Strafen für die Paketdienste.
PostBot: Funktioniert, ist aber zu teuer
In einem Interview mit der Welt am Sonntag hat Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, die Forderung der Grünen erläutert. Da die Bundesnetzagentur bisher im Grunde nicht die nötigen Mittel habe, um Verstöße gegen das Postgesetz zu ahnden, muss etwas von Seiten der Politik getan werden. "Wir Grünen wollen, dass sie endlich auch spürbare Bußgelder gegen Konzerne verhängen kann, wenn die gegen das Postgesetz verstoßen", so Göring-Eckardt.
Druck auf DHL, Hermes und andere Dienste kann die Bundesnetzagentur allerdings derzeit gar nicht ausüben, man bleibt dabei eher als zahnloser Tiger zurück. Mit dem Vorschlag der Grünen soll sich das künftig ändern. Infografik: Paketdienste verdienen immer weniger pro Paket
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PostBot: Funktioniert, ist aber zu teuer
In einem Interview mit der Welt am Sonntag hat Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, die Forderung der Grünen erläutert. Da die Bundesnetzagentur bisher im Grunde nicht die nötigen Mittel habe, um Verstöße gegen das Postgesetz zu ahnden, muss etwas von Seiten der Politik getan werden. "Wir Grünen wollen, dass sie endlich auch spürbare Bußgelder gegen Konzerne verhängen kann, wenn die gegen das Postgesetz verstoßen", so Göring-Eckardt.
Schlechte Leistung nicht weiterhin dulden
Damit gemeint sind auch Konsequenzen bei schlechter Leistung durch die Post- und Paketdienste. Die Welt hat daraufhin Stellungnahmen unter anderem von dem Bundesverbandes Paket und Expresslogistik, kurz BIEK, eingeholt. BIEK-Vorsitzender Marten Bosselmann bekräftigte dabei die Bemühungen der Branche, qualitätsvolle Arbeit abzuliefern: "Jedes verschwundene oder beschädigte Paket ist eines zu viel. Um dies abzustellen, arbeiten unsere Mitgliedsunternehmen ständig an Optimierungen."Wenig Beschwerden werden publik
Laut Bundesnetzagentur erreichten den Verbraucherservice der Post im vergangenen Jahr 12.615 Beschwerden. Diese Zahlen haben zwar in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, noch immer sind sie aber verhältnismäßig niedrig, bedenkt man, wie viele Geschichten fehlender, langsamer oder beschädigter Pakete jeder Bundesbürger kennt. Laut DHL gibt es zum Beispiel nur eine Beschwerde auf immerhin 1,7 Millionen beförderte Sendungen - Verbraucher sollten da verstärkt ihre Rechte einfordern.Druck auf DHL, Hermes und andere Dienste kann die Bundesnetzagentur allerdings derzeit gar nicht ausüben, man bleibt dabei eher als zahnloser Tiger zurück. Mit dem Vorschlag der Grünen soll sich das künftig ändern. Infografik: Paketdienste verdienen immer weniger pro Paket
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