EU-Kommissarin mahnt hohen Energiebedarf von Streaming und 5G an
Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon und Co legen immer mehr an Beliebtheit und damit an Nutzerzahlen zu - gleichzeitig wächst der Strombedarf der Branche. Für das EU-Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden, ist das eine neue große Herausforderung.
Darauf weist die EU-Kommissarin Magarethe Vestager jetzt in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe hin (via Tagesschau.de). Vestager mahnt dabei an, den enormen Energieverbrauch des Internets nicht außer Acht zu lassen: "Wenn man sich zum Beispiel Filme im Internet-Streaming ansieht, ist das sehr energieintensiv. Oder nehmen Sie die Server-Hubs, die Klimaanlagen benötigen." Entsprechend müssen Unternehmen und Kunden sich bewusst werden, was es für Folgen für den Klimawandel haben kann, wenn man so wie derzeit weitermacht.
Digitale Lösungen und der gezielte Einsatz neuer Technologien sei dabei im Kampf gegen den Klimawandel unverzichtbar. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, dass man sich aus Gründen der Klimaziele gegen beliebte Technologien aussprechen will.
Wie energieintensiv allein zum Beispiel das Streaming ist, wird aus Zahlen des Stromversorgers E.on deutlich. Wie die Tagesschau zitiert, werden durch "Streaming-Plattformen wie YouTube und Netflix, aber auch durch Videokonferenzen mit Skype und anderen Diensten", weltweit inzwischen rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Im vergangenen Jahr lag der Verbrauch für die Streaming-Plattformen ungefähr genauso hoch, wie für alle Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen.
5G wird den Stromverbrauch von Rechenzentren laut E.on noch einmal deutlich steigern. "Bis zum Jahr 2025 könnte der Verbrauch im Vergleich zu heute um bis zu 3,8 Milliarden Kilowattstunden steigen", heißt es. "Das wäre genug Strom, um alle 2,5 Millionen Einwohner der Großstädte Köln, Düsseldorf und Dortmund ein Jahr lang zu versorgen."
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Bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität
Ein erklärtes Ziel der EU ist es, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Im Hinblick auf neue Technologien, wie zum Beispiel die Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards, sollte daher nicht vernachlässigt werden, wie energie-intensiv viele Neuerungen sein können. "Wir müssen also mit dem Green Deal Technologien entwickeln, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Energieeffizienz zu verbessern", so Vestager.Digitale Lösungen und der gezielte Einsatz neuer Technologien sei dabei im Kampf gegen den Klimawandel unverzichtbar. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, dass man sich aus Gründen der Klimaziele gegen beliebte Technologien aussprechen will.
Wie energieintensiv allein zum Beispiel das Streaming ist, wird aus Zahlen des Stromversorgers E.on deutlich. Wie die Tagesschau zitiert, werden durch "Streaming-Plattformen wie YouTube und Netflix, aber auch durch Videokonferenzen mit Skype und anderen Diensten", weltweit inzwischen rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Im vergangenen Jahr lag der Verbrauch für die Streaming-Plattformen ungefähr genauso hoch, wie für alle Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen.
5G wird den Stromverbrauch von Rechenzentren laut E.on noch einmal deutlich steigern. "Bis zum Jahr 2025 könnte der Verbrauch im Vergleich zu heute um bis zu 3,8 Milliarden Kilowattstunden steigen", heißt es. "Das wäre genug Strom, um alle 2,5 Millionen Einwohner der Großstädte Köln, Düsseldorf und Dortmund ein Jahr lang zu versorgen."
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