Paris hat genug und verbietet das Parken von E-Scootern auf Gehwegen

In Deutschland dürfen E-Scooter erst seit etwa zwei Monaten genutzt werden, in der französischen Hauptstadt sind elektrische Tretroller schon länger erlaubt. Entsprechend haben Pariser diesbezüglich schon einige Erfahrungen und die fallen nicht immer positiv aus. Nun reagiert die Stadt auf eines der Probleme. Berliner und Bewohner anderer Großstädte kennen das Phänomen sicherlich bereits: Die mittlerweile omnipräsenten elektrischen Tretroller liegen immer wieder auf den Bürgersteigen herum. Das liegt teilweise an Unachtsamkeit, teilweise auch an Vandalismus.

Mitunter stehen diese Fortbewegungsmittel auch korrekt aufgestellt auf dem Gehweg und sind trotzdem im Weg, weil sich jemand keine Gedanken gemacht hat, ob der zurückgelassene Roller jemanden behindert. Kurzum: Die Grenze zwischen praktisch und Plage ist bei E-Scootern eng.

Weg vom Gehweg

Auch in Paris ist das so und dort sahen sich die Stadtverantwortlichen zu einem radikalen Schritt gezwungen. Laut einem Bericht der französischen Tageszeitung Le Monde dürfen E-Scooter kategorisch nicht mehr auf dem Gehweg geparkt werden. Bisher wurde es toleriert, wenn sie an Stellen abgestellt werden, an denen sie niemanden behindern, etwa zwischen zwei Bäumen. Infografik: Was die Deutschen über den E-Scooter denkenWas die Deutschen über den E-Scooter denken Vermutlich zur großen "Freude" der Pariser Autofahrer dürfen die Roller nur noch auf herkömmlichen Parkplätzen abgestellt werden und müssen sich dort den Platz mit Autos und Motorrädern teilen - es sollen aber auch dedizierte Flächen für E-Scooter geschaffen werden. In Paris gibt es derzeit rund 20.000 elektrische Tretroller, diese führen zu immer mehr Verstimmung bei den Parisern.

Bürgermeisterin Anne Hidalgo will die "Anarchie beenden" und die immer lauter werdende Kritik der Einwohner besänftigen. Die Stadt will aber auch noch weitere Schritte umsetzen, um den Wildwuchs einzuschränken. So will man die Einstiegshürden in das Scooter-Geschäft anheben, das soll mit einer neuen Steuer (50 Euro pro Tretroller) sowie einer generellen Reduktion der Anbieter auf zwei oder drei passieren.
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