Highlight
Staubsaugerroboter Roborock S6 im Test:
Sand, Brei, Blut und Tränen
Die Qualität des Staubsaugens ist aber überraschend gut, der S6 überwindet mühelos leichte Schwellen und Hindernisse, auch der dicke Wohnzimmerteppich ist kein Problem. Der Roborock 6 erkennt Hindernisse auch ziemlich zuverlässig, was aber nicht bedeutet, dass er perfekt ist.
Hin und wieder schaffte es Jenny doch, sich in Situationen hineinzumanövrieren, aus denen sie nicht mehr ohne Hilfe hinauskam. Manches ist vermeidbar, darunter das Sideboard unter dem Fernseher, das in der Mitte um Millimeter zu niedrig ist und der S6 hineinfährt, aber nicht mehr hinaus. Das kann man vermeiden, indem man über die App Sperrzonen oder -linien einrichtet.
Nur durch Aufräumen zu verhindern: Auffahrunfall mit altersschwachem Luftballon
Andere Missgeschicke lassen sich hingegen kaum oder nur durch vorheriges Aufräumen verhindern, denn der Roboter "schluckte" auch schon mal dünne und leichte Teile von nicht weggeräumten Kleidungsstücken oder blieb an einem nahezu leeren Luftballon hängen.
Der Mopp-Einsatz...
...wird unten eingeschoben
Hier ist die Leistung nicht ganz so beeindruckend, zumindest nicht in einem Kleinkinderhaushalt. Denn Kinder lassen bekanntlich vor allem eines am liebsten fallen: alles. Das bedeutet Banane, Brei, Nudeln und das am liebsten an Stellen, die man nicht sofort sieht. Und entsprechend gerne trocknet das Zeug ein.
Hier muss man den S6 aber in Schutz nehmen: Sowas lässt sich auch per Hand nur mit Schrubben und Kratzen entfernen, zaubern kann ein Staubsauger- und Wischroboter auch nicht. Allzu viel sollte man sich von der Wischfunktion nicht erwarten, ein oberflächliches Schnell-mal-drüber ist aber möglich.
Die Steuerung erfolgt Smart-Home-typisch wie bereits erwähnt über eine App. Diese ist, was die Bedienung betrifft unkompliziert, so kann u. a. die ganze Wohnung gesaugt werden, es lassen sich aber auch Zonen vorgeben oder Räume auswählen. Fehlerfrei ist Mi Home aber nicht, gelegentlich resettet sich der Kartenspeichermodus oder funktioniert nicht ganz richtig - dieser wird aber explizit noch als "Beta" geführt.
Gut funktioniert übrigens der Teppichmodus, hier erkennt der Roboter automatisch Teppiche und erhöht in diesem Fall die Saugleistung. Ab und zu findet man allerdings eine etwas unglückliche Übersetzung ("Öffnungszeit" statt "Startzeit"), tragisch ist das aber auch nicht.
Der Akku bringt eine Kapazität von 5200 mAh mit. Das ist für den Alltag mehr als genug und reicht für einen Betrieb von etwa 2,5 Stunden. In der Praxis genügte das allemal, Jenny ist auch im aussichtslosen Kampf gegen Sand und Krümel nie der Saft ausgegangen.
Die Staub-Kassette...
...und Roborock S6 von unten
Der Preis von derzeit 549 Euro (im Preisvergleich sogar etwas darunter) ist für einen "ollen" Staubsauger schon nicht wenig. Eltern mit chronischem (Frei-)Zeitmangel werden das Geld vermutlich bereitwillig und mit Freude bereitsstellen. Denn ja, der Roborock S6 ist ein Stück weit Luxus. Aber ein Luxus, der ein noch größeres Stück Lebensqualität bedeutet (lies: Zeit).
Und irgendwann einmal wird Sohnemann Jenny dann auch akzeptieren. Wenn nicht, dann wird er in ein oder zwei Jahrzehnten einen Therapeuten brauchen. Aber für Eltern gilt ja ohnehin: ein Problem nach dem anderen.
Hin und wieder schaffte es Jenny doch, sich in Situationen hineinzumanövrieren, aus denen sie nicht mehr ohne Hilfe hinauskam. Manches ist vermeidbar, darunter das Sideboard unter dem Fernseher, das in der Mitte um Millimeter zu niedrig ist und der S6 hineinfährt, aber nicht mehr hinaus. Das kann man vermeiden, indem man über die App Sperrzonen oder -linien einrichtet.
Nur durch Aufräumen zu verhindern: Auffahrunfall mit altersschwachem Luftballon
Andere Missgeschicke lassen sich hingegen kaum oder nur durch vorheriges Aufräumen verhindern, denn der Roboter "schluckte" auch schon mal dünne und leichte Teile von nicht weggeräumten Kleidungsstücken oder blieb an einem nahezu leeren Luftballon hängen.
Wisch und nicht weg
Die Qualität der Saugleistung ist alles in allem hervorragend, Abstriche muss man hier kaum machen. Etwas schwieriger ist das Thema Wischfunktion. Denn der Roborock S6 hat einen optional ansteckbaren flachen Wassertank mit Stoff- bzw. Faserunterseite (vulgo: Mopp), der bei einer Tour durch die Wohnung bzw. Zonen Parkettböden und Fliesen wischt.
Der Mopp-Einsatz...
...wird unten eingeschoben
Hier ist die Leistung nicht ganz so beeindruckend, zumindest nicht in einem Kleinkinderhaushalt. Denn Kinder lassen bekanntlich vor allem eines am liebsten fallen: alles. Das bedeutet Banane, Brei, Nudeln und das am liebsten an Stellen, die man nicht sofort sieht. Und entsprechend gerne trocknet das Zeug ein.
Hier muss man den S6 aber in Schutz nehmen: Sowas lässt sich auch per Hand nur mit Schrubben und Kratzen entfernen, zaubern kann ein Staubsauger- und Wischroboter auch nicht. Allzu viel sollte man sich von der Wischfunktion nicht erwarten, ein oberflächliches Schnell-mal-drüber ist aber möglich.
Die Steuerung erfolgt Smart-Home-typisch wie bereits erwähnt über eine App. Diese ist, was die Bedienung betrifft unkompliziert, so kann u. a. die ganze Wohnung gesaugt werden, es lassen sich aber auch Zonen vorgeben oder Räume auswählen. Fehlerfrei ist Mi Home aber nicht, gelegentlich resettet sich der Kartenspeichermodus oder funktioniert nicht ganz richtig - dieser wird aber explizit noch als "Beta" geführt.
Gut funktioniert übrigens der Teppichmodus, hier erkennt der Roboter automatisch Teppiche und erhöht in diesem Fall die Saugleistung. Ab und zu findet man allerdings eine etwas unglückliche Übersetzung ("Öffnungszeit" statt "Startzeit"), tragisch ist das aber auch nicht.
Der Akku bringt eine Kapazität von 5200 mAh mit. Das ist für den Alltag mehr als genug und reicht für einen Betrieb von etwa 2,5 Stunden. In der Praxis genügte das allemal, Jenny ist auch im aussichtslosen Kampf gegen Sand und Krümel nie der Saft ausgegangen.
Die Staub-Kassette...
...und Roborock S6 von unten
Fazit
Ob der Roborock S6 der beste Staubsaugerroboter ist, den die Welt gesehen hat, mögen andere beurteilen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, alle Staubsauger auf dem Markt zu testen. Den Staubsaugerroboter-Neuling hat der Roborock aber überzeugt. Denn auch wenn er gelegentlich mal hängenbleibt, so ist es für berufstätige Eltern ein Segen, das Saugen zu erledigen, während man für den Nachschub von Windeln und Co. sorgt.Der Preis von derzeit 549 Euro (im Preisvergleich sogar etwas darunter) ist für einen "ollen" Staubsauger schon nicht wenig. Eltern mit chronischem (Frei-)Zeitmangel werden das Geld vermutlich bereitwillig und mit Freude bereitsstellen. Denn ja, der Roborock S6 ist ein Stück weit Luxus. Aber ein Luxus, der ein noch größeres Stück Lebensqualität bedeutet (lies: Zeit).
Und irgendwann einmal wird Sohnemann Jenny dann auch akzeptieren. Wenn nicht, dann wird er in ein oder zwei Jahrzehnten einen Therapeuten brauchen. Aber für Eltern gilt ja ohnehin: ein Problem nach dem anderen.
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