Windows 10: Microsofts neuer Linux-Kernel kann nun getestet werden

Microsoft, Linux, Betriebssysteme Bildquelle: Microsoft
Microsoft hat sich schon vor einer Weile die Liebe zu Linux auf die Fahnen geschrieben und man belässt es nicht nur bei warmen Worten. Anfang Mai hat der Redmonder Konzern angekündigt, dass Windows 10 dem­nächst einen echten eingebauten Linux-Kernel bekommt, nun ist es soweit. Das betrifft aber natürlich nicht sofort die Endkunden-Variante des Betriebssystems, vorerst bekommen nur erste Windows Insider die Gelegenheit zum Testen des Windows Subsystem for Linux 2 (WSL 2). Im gerade veröffentlichten Preview Build 18917 (20H1) ist WSL 2 die wohl wichtigste Neuerung.

Für den Endkunden ist das Windows Subsystem for Linux 2 wohl eher weniger interessant, anders sieht die Angelegenheit natürlich für Entwickler aus. Sie finden weiterführende Informationen in einem Beitrag im Command Line Blog der Redmonder, die vollständige Dokumentation ist über die Microsoft Docs-Seite einsehbar.


Wer WSL 1 kennt und nutzt, der sollte keine großen Probleme haben, sich auch beim Nachfolger zurechtzufinden, schreibt Craig Loewen, Program Manager der Windows Developer Platform im Blogbeitrag: "Unser Ziel war es, dass sich WSL 2 genauso anfühlt wie WSL 1 und wir freuen uns auch auf das Feedback, wie wir es noch weiter verbessern können."

Zwei Hauptänderungen

Änderungen und Verbesserungen gibt es einige, Loewen hebt zwei explizit hervor: Einerseits sollte man jene Dateien, auf die man mit Linux-Anwendungen häufig zugreift, nun im Linux-Root-Dateisystem ablegen, um von den Performance-Vorteilen profitieren zu können. Microsoft ist klar, dass man drei Jahre lang den Entwicklern regelrecht eingehämmert hat, dass diese Dateien in den lokalen Datenträger C: sollen, das ändere sich aber mit WSL 2.

Andererseits beinhaltet WSL 2 eine "riesige Architektur-Änderung" und zwar beim Thema Virtualisierungstechnologie. Man arbeitet derzeit noch an der Verbesserung der Netzwerkunterstützung. Bis es soweit ist, müssen Tester die IP-Adresse der Virtuellen Maschine (VM) verwenden, um Linux-Netzwerk-Anwendungen von Windows aus anzusprechen (und vice versa).

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