Windows 10: Oberfläche wird künftig zum Modul & separat aktualisiert
Microsoft arbeitet offenbar weiter daran, die Grundlagen des Betriebssystems bei Windows von der Benutzeroberfläche zu trennen - auch bei der normalen Desktop-Variante. Entsprechende Anzeichen zeigen sich angeblich in der jüngst veröffentlichten Windows 10 20H1 Preview Build 18917, die von den Redmondern vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde.
Windows-Spezialist und Twitter-User Albacore untersuchte natürlich auch die jüngste offiziell verfügbare Insider-Preview von Windows 10 wieder ausführlichst auf Veränderungen und stieß dabei auf eindeutige Anzeichen, die für eine künftig deutlich klarere Trennung zwischen "Unterbau" und Oberfläche sprechen. So gebe es nun eine neue Komponente, die als "Shell Update Agent" bezeichnet wird und in der Lage ist, Updates für die Shell - also die Oberfläche - von Windows 10 zu beziehen und diese entsprechend zu aktualisieren.
Bisher sei von der neuen Funktionalität des Shell Update Agent nur wenig zu sehen, die Veränderungen "unter der Haube" seien jedoch recht eindeutig. Zumindest theoretisch ließe sich die Oberfläche von Windows 10 also künftig in Form eines AppX-Pakets ausliefern. Zwar verwendet Microsoft diese Pakete auch zum Vertrieb von Apps über den Microsoft Store, doch die bei der "Undocked Shell" verwendete Publisher-ID werde normalerweise nur für Apps verwendet, die nicht über den Store zum Nutzer kommen.
Die "Komponentisierung" von Windows 10 betrifft anscheinend auch weitere Teile der Oberfläche. So wird bei einigen der jüngsten Vorabversionen von Windows 10 das Info- bzw. Action-Center schon jetzt aus einem Shell-Paket geladen, sofern eines verfügbar ist. Sei in den kommenden Previews mit dem Action-Center etwas für manche Nutzer nicht ganz in Ordnung, sei wohl der Wechsel auf eine modulare Bauweise des Betriebssystems ein möglicher Grund dafür.
Microsoft spricht intern von der 'Undocked Shell'
Als zusätzlichen Beleg für seine Theorie von der künftig tatsächlich endlich vom Rest des Betriebssystems getrennten Shell nennt der Tüftler den Umstand, dass in einigen Funktionen, die mit dem neuen Aktualisierungsmechanismus zusammenhängen, ausdrücklich von einer "Undocked Shell" die Rede ist. Microsoft habe die Bezeichnung "Undocked" schon vor einiger Zeit erstmals verwendet, als es darum ging, die Komponenten für die Suche und den Sprachassistenten Cortana zu entkoppeln, so Albacore weiter.Bisher sei von der neuen Funktionalität des Shell Update Agent nur wenig zu sehen, die Veränderungen "unter der Haube" seien jedoch recht eindeutig. Zumindest theoretisch ließe sich die Oberfläche von Windows 10 also künftig in Form eines AppX-Pakets ausliefern. Zwar verwendet Microsoft diese Pakete auch zum Vertrieb von Apps über den Microsoft Store, doch die bei der "Undocked Shell" verwendete Publisher-ID werde normalerweise nur für Apps verwendet, die nicht über den Store zum Nutzer kommen.
Die "Komponentisierung" von Windows 10 betrifft anscheinend auch weitere Teile der Oberfläche. So wird bei einigen der jüngsten Vorabversionen von Windows 10 das Info- bzw. Action-Center schon jetzt aus einem Shell-Paket geladen, sofern eines verfügbar ist. Sei in den kommenden Previews mit dem Action-Center etwas für manche Nutzer nicht ganz in Ordnung, sei wohl der Wechsel auf eine modulare Bauweise des Betriebssystems ein möglicher Grund dafür.
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