Google-Schmidt: Unsere Steuervermeidung ist völlig in Ordnung
Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt hält es für völlig unproblematisch, wenn das Unternehmen jede Möglichkeit ausnutzt, mit der sich Steuerzahlungen vermeiden lassen. Sowohl rechtlich als auch von einem - für viele wahrscheinlich recht zweifelhaften - ethischen Standpunkt her, handle der Konzern völlig legitim.
Google gehört zu jenen Unternehmen, die schon über Jahre massiv in der Kritik stehen, weil sie sehr geschickt Gelder zwischen ihren zahlreichen internationalen Niederlassungen verschieben und sich den Steuerbehörden diverser Länder so bestmöglich entziehen. Unter anderem zeigen aktuelle Unterlagen, die Google in den Niederlanden eingereicht hat, dass 19,9 Milliarden Euro zu einer Tochtergesellschaft im Steuerparadies Bermuda verschoben wurden.
Er sei froh darüber, dass das Unternehmen bei den Steuern nicht gegen ethische Grundsätze verstoße. "Wir müssen uns an die Steuergesetze halten - und die Steuergesetze erlauben das", sagte er gegenüber der britischen BBC. Sollten die Regelungen hingegen geändert werden, halte man sich dann natürlich an die neuen Gegebenheiten.
Wenn man aber etwas weiter nachbohrt, wird auch Schmidt schonmal deutlicher: "Erwartet ihr etwa, dass wir diesen Regierungen mehr geben, freiwillig?", so der Manager. Und auch wenn klar ist, dass der Manager sich in der nächsten Zeit noch weiter aus Google zurückziehen wird, kündigte er an, den Konzern und seinen Weg darüber hinaus noch sehr lange weiter zu verteidigen.
Siehe auch: Google zahlt inzwischen mehr EU-Geldstrafen als weltweit Steuern
Er sei froh darüber, dass das Unternehmen bei den Steuern nicht gegen ethische Grundsätze verstoße. "Wir müssen uns an die Steuergesetze halten - und die Steuergesetze erlauben das", sagte er gegenüber der britischen BBC. Sollten die Regelungen hingegen geändert werden, halte man sich dann natürlich an die neuen Gegebenheiten.
Freiwillig mehr geben?
"Es gibt die verbreitete Annahme, dass wir in irgendeiner Form etwas falsch machen würden", führte Schmidt weiter aus. Das sei aber nicht der Fall. "Wir folgen nur den weltweiten Steuerregelungen." Dies ist letztlich die Basis, auf die sich Unternehmen bei entsprechenden Kritiken immer wieder zurückziehen. Sie stellen sich außerhalb der Gesellschaft und wollen hier natürlich nur auf diese reagieren. Letztlich sieht es sofort anders aus, wenn etwas zu holen ist.Wenn man aber etwas weiter nachbohrt, wird auch Schmidt schonmal deutlicher: "Erwartet ihr etwa, dass wir diesen Regierungen mehr geben, freiwillig?", so der Manager. Und auch wenn klar ist, dass der Manager sich in der nächsten Zeit noch weiter aus Google zurückziehen wird, kündigte er an, den Konzern und seinen Weg darüber hinaus noch sehr lange weiter zu verteidigen.
Siehe auch: Google zahlt inzwischen mehr EU-Geldstrafen als weltweit Steuern
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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