Google beendet milliardenschwere Steuervermeidungs-Praxis in Europa
Google beendet sein kontroverses Steuervermeidungs-Modell, das als "Double Irish, Dutch Sandwich" bekannt ist. Ob der Konzern beziehungsweise der Mutterkonzern Alphabet damit in Zukunft in der EU zu einem der großen Steuerzahler wird, darf aber noch bezweifelt werden.
Und so ganz freiwillig ist die Abkehr von dem lukrativen Steuerschlupfloch "Double Irish, Dutch Sandwich", wie man das nach der jüngsten Meldung der Nachrichtenagentur Reuters denken könnte, auch nicht. Reuters hatte gemeldet, dass Google die bisherige Praxis abstellt. Ein Google-Sprecher bestätigte demnach gegenüber Reuters, dass man die bisherige Lizenzstruktur, durch die der Konzern "Steuerzahlungen vermeidet", nicht mehr weiter anwende.
Eine entsprechende Bestätigung dazu steht zwar "offiziell" wohl auch intern noch aus. In einem Dokument, das Reuters einsehen konnte, heißt es allerdings, dass ein Datum für die Beendigung der bisherigen Lizenzaktivitäten noch nicht durch die Unternehmensführung bestätigt wurde.
Das bisherige EU-Steuervermeidungsprinzip von Google
Laut Reuters hatte Google im Jahr 2018 21,8 Milliarden Euro (24,5 Milliarden Dollar) im Rahmen der Lizenzgeschäfte durch seine niederländische Holding-Gesellschaft auf die Bermudas transferiert. Im Jahr 2017 waren es 19,9 Milliarden Euro. "Wir vereinfachen nun unsere Unternehmensstruktur und werden unser IP (Intellectual Property, geistiges Eigentum) aus den USA lizenzieren, nicht weiter aus Bermuda", bestätigte ein Google-Sprecher demnach. Mehr als ein Jahrzehnt lang erlaubte das niederländische, irische und US-amerikanische Steuerrecht Google einen effektiven Steuersatz im einstelligen Bereich auf seine Nicht-USA-Gewinne zu zahlen.
Siehe auch:
Eine entsprechende Bestätigung dazu steht zwar "offiziell" wohl auch intern noch aus. In einem Dokument, das Reuters einsehen konnte, heißt es allerdings, dass ein Datum für die Beendigung der bisherigen Lizenzaktivitäten noch nicht durch die Unternehmensführung bestätigt wurde.
Das bisherige EU-Steuervermeidungsprinzip von Google
Beendigung zeitnah zum Jahreswechsel?
"Das Management erwarte, dass diese Beendigung zum 31. Dezember 2019 oder im Laufe des Jahres 2020 erfolgen wird", erklärte Google gegenüber niederländischen Behörden. Unter dem Druck der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten beschloss Irland dabei schon im Jahr 2014, die Vereinbarung auslaufen zu lassen, die das Steuerschlupfloch ermöglichte. Damit würden Googles Steuervorteile so oder so im Jahr 2020 enden.Laut Reuters hatte Google im Jahr 2018 21,8 Milliarden Euro (24,5 Milliarden Dollar) im Rahmen der Lizenzgeschäfte durch seine niederländische Holding-Gesellschaft auf die Bermudas transferiert. Im Jahr 2017 waren es 19,9 Milliarden Euro. "Wir vereinfachen nun unsere Unternehmensstruktur und werden unser IP (Intellectual Property, geistiges Eigentum) aus den USA lizenzieren, nicht weiter aus Bermuda", bestätigte ein Google-Sprecher demnach. Mehr als ein Jahrzehnt lang erlaubte das niederländische, irische und US-amerikanische Steuerrecht Google einen effektiven Steuersatz im einstelligen Bereich auf seine Nicht-USA-Gewinne zu zahlen.
Siehe auch:
- Google zahlt inzwischen mehr EU-Geldstrafen als weltweit Steuern
- Google-Schmidt: Unsere Steuervermeidung ist völlig in Ordnung
- Doppelt Irisch: So vermeidet Google Milliarden an Steuerzahlungen
- Das Aus für 'Double Irish': Irland schafft Steuerschlupflöcher ab
- EU: Plan für 3% Steuer auf Einnahmen von Google & Co wird konkret
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