Bosque: Neue Microsoft-Programmiersprache entsagt der Komplexität
Aus dem Hause Microsoft ist einmal mehr eine neue Programmiersprache entsprungen. Diese heißt "Bosque" und wurde maßgeblich von Mark Marron entwickelt. Dessen Ziel bestand hier nicht darin, eine weitere Nischensprache für spezielle Anwendungen hervorzubringen, sondern mit den seit fast 50 Jahren bestehenden Programmiermodellen zu brechen.
Wie Marron in dem Paper, in dem er die Grundzüge der Sprache umreißt, ausführte, seien seine Ziele mit dem zu vergleichen, was um 1970 herum die heutigen strukturierten Sprachen populär werden ließ. Ein Auslöser dafür war ein Papier des Informatikers Edsger Dijkstra aus dem Jahr 1968, das eine Abrechnung mit dem "Go To"-Statement darstellte, das quasi dazu führte, dass die Programmabläufe irgendwann einfach nicht mehr kontrollierbar waren.
Und auch heute ist aus seiner Sicht eine Komplexität erreicht worden, die immer wieder Probleme mit sich bringt und zu gravierenden Sicherheitslücken in Software führt. Marron führt hier beispielsweise die Möglichkeit an, dass mehrere Verweise auf ein Objekt zeigen können. Das macht in der Praxis schnell Probleme. Aber auch diverse andere Konzepte will er mit Bosque hinter sich lassen.
Wer sich genauer theoretisch in die neue Sprache einarbeiten will, findet deren Grundzüge in dem Paper, das der Microsoft-Informatiker veröffentlicht hat. Code-Beispiele sind auf GitHub zu finden. Welche Entwicklung Bosque nimmt, muss sich natürlich noch zeigen. Sicherlich hat die Sprache die Chance, selbst groß zu werden. Möglich ist aber auch, dass sie nur die Basis für eine neue Familie von Programmiersprachen legt, von denen dann eine andere weitergehende Erfolge feiert.
Siehe auch: Programmiersprachen: Nischen-Produkte von Microsoft im Aufwind
Und auch heute ist aus seiner Sicht eine Komplexität erreicht worden, die immer wieder Probleme mit sich bringt und zu gravierenden Sicherheitslücken in Software führt. Marron führt hier beispielsweise die Möglichkeit an, dass mehrere Verweise auf ein Objekt zeigen können. Das macht in der Praxis schnell Probleme. Aber auch diverse andere Konzepte will er mit Bosque hinter sich lassen.
Weg mit den Schleifen
Code, der in der neuen Sprache formuliert ist, soll sehr wenig komplex sein und so leicht verständlich wie Algebra-Operationen. Bei Syntax und Typen orientierte sich der Informatiker an TypeScript, die Semantik nimmt Anleihen aus ML und Node/JavaScript. In einem Bosque-Programm wird man letztlich beispielsweise keine Schleifen, Subroutinen oder Bedingungen mehr vorfinden. Was dabei herauskommt, nennt Marron "reguläres Programmieren".Wer sich genauer theoretisch in die neue Sprache einarbeiten will, findet deren Grundzüge in dem Paper, das der Microsoft-Informatiker veröffentlicht hat. Code-Beispiele sind auf GitHub zu finden. Welche Entwicklung Bosque nimmt, muss sich natürlich noch zeigen. Sicherlich hat die Sprache die Chance, selbst groß zu werden. Möglich ist aber auch, dass sie nur die Basis für eine neue Familie von Programmiersprachen legt, von denen dann eine andere weitergehende Erfolge feiert.
Siehe auch: Programmiersprachen: Nischen-Produkte von Microsoft im Aufwind
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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