Neue Bremse für den Breitbandausbau:
Letzte Meile soll teurer werden
Die Bundesnetzagentur erwägt eine Erhöhung der Mietpreise für die sogenannte "letzte Meile" im Telekom-Netz. Was für die Telekom reizvoll ist, könnte allerdings zu steigenden Preisen für Endverbraucher führen - und dem Breitband-Ausbau schaden.
Das berichtet das Handelsblatt. Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Vorschlag für die Erhöhung der Preise vorgeschlagen, die die Telekom anderen Anbietern in Rechnung stellen kann, wenn sie das Netz der Bonner nutzen wollen. Die Steigerung liegt dem Vorschlag nach bei rund zehn Prozent und könnte schon zum Sommer in Rechnung gestellt werden. Demnach wären dann für die sogenannte letzte Meile Preise von monatlich 11,19 Euro anstatt bisher 10,02 Euro angedacht. Die neuen Preise sollen erst einmal für die kommenden drei Jahre festgesetzt werden, dann könne man neu verhandeln.
Auf der anderen Seite dürfte eine Preissteigerung aber auch andere Effekte mit sich bringen, wie zum Beispiel eine sinkende Investition in den Ausbau der Breitband-Anschlüsse.
Der Branchenverband VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste) hat sich schon gegen eine solche Erhöhung klar positioniert. Der neue Entgeltvorschlag der Bundesnetzagentur sei nicht nachvollziehbar. Die Telekom lasse sich damit ihre uralten Kupfernetze auf Basis theoretischer Neubaupreise "vergolden", so der Verband. Stimmen der Telekom-Konkurrenten sind dazu im Einzelnen noch nicht bekannt.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Was das für Endkunden bedeutet
Zudem würde die Anbindung eines Kabelverzweigers monatlich 0,06 Euro pro Meter eines Viertelrohres kosten - statt bislang 0,04 Euro, schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem Vorschlag. Das Entgelt für den Zugang zum Kabelverzweiger soll künftig 7,05 Euro statt 6,77 Euro betragen. Betroffen davon wären dann Anbieter wie United Internet oder Vodafone und damit dann im Umkehrschluss vor allem die Endverbraucher. Denn es gilt als legitim, die steigenden Preise schlussendlich an die Kunden weiterzugeben.Auf der anderen Seite dürfte eine Preissteigerung aber auch andere Effekte mit sich bringen, wie zum Beispiel eine sinkende Investition in den Ausbau der Breitband-Anschlüsse.
Der Branchenverband VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste) hat sich schon gegen eine solche Erhöhung klar positioniert. Der neue Entgeltvorschlag der Bundesnetzagentur sei nicht nachvollziehbar. Die Telekom lasse sich damit ihre uralten Kupfernetze auf Basis theoretischer Neubaupreise "vergolden", so der Verband. Stimmen der Telekom-Konkurrenten sind dazu im Einzelnen noch nicht bekannt.
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