Finanzstarke Konzerne klagen die nächste Kodi-Box aus dem Markt
Manche gerichtliche Auseinandersetzung entscheidet sich schlicht nicht daran, welche Seite Recht hat. Vielmehr sind es die finanziellen Ressourcen, die für eine möglicherweise sehr lange Auseinandersetzung zur Verfügung stehen - oder eben nicht. Das zeigt sich jetzt auch bei der Dragon Box, die von einer breiten Koalition aus dem Markt geklagt wurde.
Der Anbieter Dragon Media nimmt die in erster Instanz festgesetzten Schadensersatz-Verpflichtungen und Auflagen hin und wird nicht versuchen, in einer höheren Instanz vielleicht mehr Verständnis für die eigene Argumentationslinie zu bekommen. Denn es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Prozesskosten dann höher ausfallen als die 14,5 Millionen Dollar Schadensersatz, die das Unternehmen nun zahlen soll, wie TorrentFreak berichtet.
Bei der Dragon Box, die nun nicht mehr beim Hersteller erhältlich ist, handelt es sich um eine so genannte Kodi-Box. Das Mediaplayer-System Kodi war auf dieser in einer Weise ausgebaut, die es ermöglichte, Filme und Serien auch ohne Abos von kommerziellen Streaming-Anbietern zu empfangen. Die Inhalte wurden schlicht von Streamhostern bezogen, bei denen sie nicht mit den erforderlichen Lizenzen bereitgestellt werden.
Gestützt wurde die Klage darauf, dass mit der Dragon Box faktisch gegen die Rechte der Copyright-Inhaber verstoßen werde - und dies auch noch mit einem kommerziellen Angebot. Bei Dragon Media sah man das natürlich anders. Hier versuchte man sich darauf herauszureden, dass man selbst ja keine Urheberrechtsverletzungen begehe, sondern nur den Zugang zu verschiedenen Diensten im Netz ermögliche, den die Nutzer problemlos auch mit jedem PC hinbekommen.
Siehe auch: Kodi-Boxen sind auf Facebook ab sofort pauschal verboten
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Bei der Dragon Box, die nun nicht mehr beim Hersteller erhältlich ist, handelt es sich um eine so genannte Kodi-Box. Das Mediaplayer-System Kodi war auf dieser in einer Weise ausgebaut, die es ermöglichte, Filme und Serien auch ohne Abos von kommerziellen Streaming-Anbietern zu empfangen. Die Inhalte wurden schlicht von Streamhostern bezogen, bei denen sie nicht mit den erforderlichen Lizenzen bereitgestellt werden.
Mini-Firma vs. Großkonzerne
Die Klage gegen den Anbieter hatte formal die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) ins Rollen gebracht. Hinter dieser stecken diverse finanzkräftige Konzerne - darunter verschiedene Hollywood-Studios, Netflix und Amazon. Diese haben notfalls eben auch die Ressourcen, um kleine Unternehmen wie Dragon Media einfach mit ausufernden Verfahren in den Ruin zu treiben und damit aus dem Markt zu verbannen.Gestützt wurde die Klage darauf, dass mit der Dragon Box faktisch gegen die Rechte der Copyright-Inhaber verstoßen werde - und dies auch noch mit einem kommerziellen Angebot. Bei Dragon Media sah man das natürlich anders. Hier versuchte man sich darauf herauszureden, dass man selbst ja keine Urheberrechtsverletzungen begehe, sondern nur den Zugang zu verschiedenen Diensten im Netz ermögliche, den die Nutzer problemlos auch mit jedem PC hinbekommen.
Siehe auch: Kodi-Boxen sind auf Facebook ab sofort pauschal verboten
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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