Ohne bewegliche Teile: Flugzeug mit leisem Ionen-Antrieb schafft 60m

Cloud, Wolke, Himmel, Wolken Bildquelle: Paul Vallejo / Flickr
Die Idee klingt nach Science Fiction: Vielleicht bewegen wir uns eines Tages mit Flugmaschinen durch die Luft, die keine lauten Motoren oder Turbinen mehr benötigen. Forscher der renommierten Bostoner Technologie-Universität haben es jetzt geschafft, ein solches System einige Meter zurücklegen zu lassen.
Ionen-FlugzeugSo könnte ein Ionenflieger aussehen
Es geht dabei nicht um Ballons oder Luftschiffe, sondern um ein klassisches Flugzeug, das schwerer als Luft ist. Der Antrieb wird dabei mit Ionenwind realisiert. Mit einer starken Spannung werden dabei Stickstoff-Atome aus der Atmosphäre ionisiert und unter den Tragflächen entlanggeleitet, wodurch ein ähnlicher Auftrieb entsteht, wie bei einem durch Turbinen oder Propeller vorangetriebenen Fluggerät.

Für den MIT-Professor Steven Barrett, der das System mit seinen Studenten entwickelte, ging mit dem ersten Testflug ein Traum aus der Kindheit in Erfüllung. Gegenüber dem britischen Guardian erklärte er, dass er schon lange Star Trek-Fan ist und seine Vorstellung von der Zukunft unter anderem auch daraus bestand, dass Objekte sich leise und ohne sich bewegende Teile durch die Luft bewegen - "und dabei vielleicht auch blau leuchten".

Grundprinzip ist bekannt

Und das ist hier nun alles gegeben. Wenn die Luft aufgeladen wird, kommt es sogar zu dem Fluoreszenz-Effekt, der aber nur relativ schwach und bei Tageslicht kaum zu sehen ist. Die Idee selbst ist dabei noch nicht einmal besonders neu. Am Ionenwind wurde schon seit den 1920er Jahren geforscht und in den 1950ern versuchte man auch entsprechende Flugzeug-Antriebe zu entwickeln. Auf dem damaligen Stand der Technik genügten die Voraussetzungen aber auf diversen Seiten nicht und die Arbeiten an dem Verfahren wurden irgendwann aufgegeben und quasi vergessen.

Das Prinzip kommt aber dann doch in verschiedenen Bereichen trotzdem zum Einsatz. So beispielsweise in Ionen-Triebwerken für Satelliten. Aber auch auf der Erde in Belüftungssystemen, die ohne Ventilatoren auskommen. Um ein Flugzeug anzutreiben, werden aber dann schon noch einmal andere Leistungsklassen benötigt.

Bei dem nun getesteten Prototypen wurden 600 Watt aufgewandt. Die Ionisierung erfolgte dabei an Elementen, die unter einer Spannung von 40.000 Volt standen. Das genügte, um die Teilchen entlang eines elektromagnetischen Feldes unter den Tragflächen zu leiten und das Fluggerät im besten Fall immerhin 60 Meter weit zu tragen. Cloud, Wolke, Himmel, Wolken Cloud, Wolke, Himmel, Wolken Paul Vallejo / Flickr
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