Gigantische Explosion am Himmel:
Schwarzes Loch zerreißt einen Stern
Ein Schwarzes Loch hat einen massereichen Stern zerrissen und dabei die bislang energiereichste bekannte Explosion ausgelöst, die man je beim Kollaps eines Sterns verzeichnen konnte.
Gleichzeitig traf ein kräftiger Materiestrom auf Gas, das der Stern bereits vor seiner Zerstörung ins All abgestoßen hatte. Diese Wechselwirkung machte das Ereignis außergewöhnlich hell. Die Explosion setzte für kurze Zeit so viel Energie frei wie rund 400 Milliarden Sonnen. Damit übertraf sie die Leuchtkraft gewöhnlicher Supernovae deutlich und gilt nach Angaben der Forschenden als die stärkste bislang beobachtete Explosion dieser Art.
Entdeckt wurde das Phänomen kurz nach dem Eintreffen seines Lichts auf der Erde mit der Zwicky Transient Facility am Palomar-Observatorium in Kalifornien. Bereits einen Tag später bestätigten das Liverpool Telescope auf den Kanarischen Inseln und der NASA-Satellit Swift, dass das Objekt ungewöhnlich blau leuchtete und starke Röntgenstrahlung aussandte. Entfernungsmessungen zeigten anschließend, dass eine normale Supernova als Erklärung nicht ausreichte.
Die Forschenden ordnen das Ereignis einer seltenen Klasse sogenannter "Luminous Fast Blue Optical Transients" (LFBOTs) zu. Diese Himmelsereignisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders hell in blauem und ultraviolettem Licht aufleuchten, sich aber wesentlich schneller abschwächen als klassische Supernovae. Nach Ansicht des Teams ist der Whippet jedoch deutlich extremer als alle bisher bekannten Vertreter dieser Gruppe.
Rätsel gibt den Astronomen weiterhin die chemische Zusammensetzung des Ereignisses auf. Während zunächst kaum typische Spektrallinien nachweisbar waren, erschienen später schwache Signale von Wasserstoff und Helium. Möglicherweise stammen sie von Material aus dem Inneren des Sterns, das beim Zerreißen herausgerissen wurde. Denkbar ist nach Einschätzung der Forschenden aber auch, dass ein weiteres Objekt im System von der energiereichen Strahlung des Schwarzen Lochs erfasst wurde. Weitere Beobachtungen sollen nun helfen, den ungewöhnlichen Vorgang besser zu verstehen.
Siehe auch:
Wie 400 Milliarden Sonnen
Das außergewöhnliche Ereignis mit der Bezeichnung AT2024wpp, von den Forschenden auch "Whippet" genannt, liefert Astronomen neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung Schwarzer Löcher. Nach Einschätzung eines internationalen Forschungsteams geriet der Stern zu nahe an ein Schwarzes Loch. Dessen enorme Schwerkraft riss den Stern auseinander und zog einen Teil des Materials in eine extrem heiße Scheibe, die das Schwarze Loch speiste. Dabei wurden intensive Röntgenstrahlen freigesetzt.Gleichzeitig traf ein kräftiger Materiestrom auf Gas, das der Stern bereits vor seiner Zerstörung ins All abgestoßen hatte. Diese Wechselwirkung machte das Ereignis außergewöhnlich hell. Die Explosion setzte für kurze Zeit so viel Energie frei wie rund 400 Milliarden Sonnen. Damit übertraf sie die Leuchtkraft gewöhnlicher Supernovae deutlich und gilt nach Angaben der Forschenden als die stärkste bislang beobachtete Explosion dieser Art.
Entdeckt wurde das Phänomen kurz nach dem Eintreffen seines Lichts auf der Erde mit der Zwicky Transient Facility am Palomar-Observatorium in Kalifornien. Bereits einen Tag später bestätigten das Liverpool Telescope auf den Kanarischen Inseln und der NASA-Satellit Swift, dass das Objekt ungewöhnlich blau leuchtete und starke Röntgenstrahlung aussandte. Entfernungsmessungen zeigten anschließend, dass eine normale Supernova als Erklärung nicht ausreichte.
Die Forschenden ordnen das Ereignis einer seltenen Klasse sogenannter "Luminous Fast Blue Optical Transients" (LFBOTs) zu. Diese Himmelsereignisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders hell in blauem und ultraviolettem Licht aufleuchten, sich aber wesentlich schneller abschwächen als klassische Supernovae. Nach Ansicht des Teams ist der Whippet jedoch deutlich extremer als alle bisher bekannten Vertreter dieser Gruppe.
Ungewöhnliche Linien
Zusätzliche Beobachtungen lieferten Hinweise auf die letzten Momente des Sterns. Eine Schockwelle breitete sich mit etwa einem Fünftel der Lichtgeschwindigkeit aus und traf auf dichtes Gas in der Umgebung. Nach rund einem halben Jahr verlor sie plötzlich an Stärke, vermutlich, weil sie den Rand einer Gasblase erreicht hatte, die der Stern bereits vor seiner Zerstörung erzeugte.Rätsel gibt den Astronomen weiterhin die chemische Zusammensetzung des Ereignisses auf. Während zunächst kaum typische Spektrallinien nachweisbar waren, erschienen später schwache Signale von Wasserstoff und Helium. Möglicherweise stammen sie von Material aus dem Inneren des Sterns, das beim Zerreißen herausgerissen wurde. Denkbar ist nach Einschätzung der Forschenden aber auch, dass ein weiteres Objekt im System von der energiereichen Strahlung des Schwarzen Lochs erfasst wurde. Weitere Beobachtungen sollen nun helfen, den ungewöhnlichen Vorgang besser zu verstehen.
Zusammenfassung
- Ein Schwarzes Loch zerriss einen Stern und löste eine Explosion aus
- Das Ereignis AT2024wpp setzte extrem viel Energie und Strahlung frei
- Die Entdeckung gelang mit der Zwicky Transient Facility in den USA
- Das Phänomen gehört zur seltenen Klasse der extrem hellen LFBOTs
- Eine schnelle Schockwelle traf auf dichtes Gas in der Umgebung
- Die genaue chemische Zusammensetzung gibt Forschern noch Rätsel auf
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