Deutsche Bahn: WLAN im Nahverkehr bleibt für viele Nutzer ein Traum
Die Deutsche Bahn hatte vor einiger Zeit zwar vollmundig angekündigt, auch in den Regionalzügen WLAN-Hotspots anbieten zu wollen - wirklich liefern wird der Konzern aber auch in absehbarer Zeit erst einmal nicht können. Die Mehrheit der Fahrgäste wird auch in einigen Jahren noch keine Verbindung bekommen.
Multi-Provider-Technik im ICE
Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag geht hervor, dass der Anteil von mit WLAN versorgten Regionalverbindungen zwar zunimmt, doch eben viel langsamer als so mancher gehofft haben dürfte. Selbst nach 2020 sei davon auszugehen, dass das nur jeder dritte Kilometer sein könnte, der in Regionalzügen zurückgelegt wird. Immerhin ist das eine merkliche Steigerung, denn heute ist es nur jeder siebente Kilometer.
Allerdings ergibt sich aus der Angabe nicht, wie schnell die WLAN-Verbindungen in der Fläche des Schienennetzes ausgerollt werden. Denn die Zahlen sind abhängig davon, wie viele Fahrgäste durchschnittlich auf den jeweiligen Strecken fahren. Wenn Anfangs erst einmal die Top-Strecken ausgebaut werden, kommt man schnell auf immer bessere Zahlen. Die prognostizierte Zahl bedeutet dann eben, dass es auch noch viele durchschnittlich bis überdurchschnittlich genutzte Verbindungen geben wird, die kein WLAN bekommen - und auf den schwächer befahrenen Strecken muss man dann gar nicht erst warten.
Das Vorhaben, den Nahverkehr entsprechend auszubauen - so wie es in vielen anderen Ländern schon längst der Fall ist - sollte auch dem Zweck dienen, die Bahn gegenüber anderen Reisemöglichkeiten attraktiver zu machen. Denn während man die Reisezeit beim Autofahren oder im Flugzeug nur bedingt sinnvoll nutzen kann, ist ein Sitzplatz in der Bahn mit Internet-Versorgung fast schon mit dem Büro zu vergleichen.
Insbesondere die zahlreichen Pendler, die mit dem Regionalverkehr der Bahn unterwegs sind, müssen also vor allem darauf hoffen, dass die geplanten Regelungen zum zukünftigen Ausbau der Mobilfunknetze Früchte tragen. Dann könnte man zumindest die Chance bekommen, auch außerhalb von Bahnhöfen Breitband-Mobilfunk zu empfangen und dann eben mit dem eigenen Tarif online zu sein.
Siehe auch: Bahnchef: WLAN auch im Nahverkehr, Ansage an Fluggesellschaften
Multi-Provider-Technik im ICE
Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag geht hervor, dass der Anteil von mit WLAN versorgten Regionalverbindungen zwar zunimmt, doch eben viel langsamer als so mancher gehofft haben dürfte. Selbst nach 2020 sei davon auszugehen, dass das nur jeder dritte Kilometer sein könnte, der in Regionalzügen zurückgelegt wird. Immerhin ist das eine merkliche Steigerung, denn heute ist es nur jeder siebente Kilometer.
Allerdings ergibt sich aus der Angabe nicht, wie schnell die WLAN-Verbindungen in der Fläche des Schienennetzes ausgerollt werden. Denn die Zahlen sind abhängig davon, wie viele Fahrgäste durchschnittlich auf den jeweiligen Strecken fahren. Wenn Anfangs erst einmal die Top-Strecken ausgebaut werden, kommt man schnell auf immer bessere Zahlen. Die prognostizierte Zahl bedeutet dann eben, dass es auch noch viele durchschnittlich bis überdurchschnittlich genutzte Verbindungen geben wird, die kein WLAN bekommen - und auf den schwächer befahrenen Strecken muss man dann gar nicht erst warten.
Das Vorhaben, den Nahverkehr entsprechend auszubauen - so wie es in vielen anderen Ländern schon längst der Fall ist - sollte auch dem Zweck dienen, die Bahn gegenüber anderen Reisemöglichkeiten attraktiver zu machen. Denn während man die Reisezeit beim Autofahren oder im Flugzeug nur bedingt sinnvoll nutzen kann, ist ein Sitzplatz in der Bahn mit Internet-Versorgung fast schon mit dem Büro zu vergleichen.
Geld ist nicht alles
Schätzungen der Bahn zufolge würde ein kompletter Ausbau zwischen 160 Millionen und 200 Millionen Euro kosten. Das Geld allein ist aber nicht das einzige Problem. Im Gegensatz zu den ICE-Zügen, die komplett unter der Kontrolle der Bahn stehen, ist am Regionalverkehr stets auch das jeweilige Bundesland beteiligt. Das sorgt auch für zusätzliche bürokratische Hürden in der Abstimmung von entsprechenden Projekten, die dann eben vor allem Zeit kosten.Insbesondere die zahlreichen Pendler, die mit dem Regionalverkehr der Bahn unterwegs sind, müssen also vor allem darauf hoffen, dass die geplanten Regelungen zum zukünftigen Ausbau der Mobilfunknetze Früchte tragen. Dann könnte man zumindest die Chance bekommen, auch außerhalb von Bahnhöfen Breitband-Mobilfunk zu empfangen und dann eben mit dem eigenen Tarif online zu sein.
Siehe auch: Bahnchef: WLAN auch im Nahverkehr, Ansage an Fluggesellschaften
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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