Von der Leyen: 3D-Drucker sollen die Bundeswehr wieder fit machen
Die Bundeswehr hat in der letzten Zeit mit immer neuen Material-Problemen von sich Reden gemacht. Da es aber offenbar nicht gelingt, die Mittel, die Beschaffung und die Logistik so weit in den Griff zu bekommen, dass die Ausrüstung verlässlich funktioniert, soll zukünftig mit 3D-Druckern improvisiert werden - und Erfahrungen damit gibt es durchaus schon.
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat gerade laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA erklärt, dass es zumindest im Bereich der IT keine Kürzungen beim Budget geben dürfe. Denn die Digitalisierung ist aus ihrer Sicht nicht nur wichtig, damit die Bundeswehr technisch auf dem Stand anderer Streitkräfte ist, sondern weil hier auch eine mögliche Lösung der immer wieder auftretenden Probleme zu finden ist.
Erst waren es Mängel bei den Gewehren dann mussten Flugzeuge und Hubschrauber lange am Boden bleiben, weil Ersatzteile fehlten. Insbesondere im Ernstfall könnten hier 3D-Drucker kurzfristig eine Lösung bieten, indem die Truppe die benötigten Teile mit diesen eben selbst herstellt. "Das ist mit Sicherheit der Weg in die Zukunft", sagte von der Leyen.
Die Bundeswehr-Einheiten, die in Afghanistan stationiert sind, arbeiten bereits erfolgreich mit den Systemen. Hier werden diverse Kunststoffteile, die im Einsatz des Öfteren mal kaputtgehen bereits länger mit 3D-Druckern hergestellt. Das betrifft beispielsweise Halterungen für Kotflügel von Fahrzeugen. Experimentiert wird hier aber auch mit anderen Dingen - wie beispielsweise mit Einlagen für Stiefel, die passgenau auf Basis eines Fuß-Scans berechnet werden und höheren Komfort versprechen.
Erst waren es Mängel bei den Gewehren dann mussten Flugzeuge und Hubschrauber lange am Boden bleiben, weil Ersatzteile fehlten. Insbesondere im Ernstfall könnten hier 3D-Drucker kurzfristig eine Lösung bieten, indem die Truppe die benötigten Teile mit diesen eben selbst herstellt. "Das ist mit Sicherheit der Weg in die Zukunft", sagte von der Leyen.
In Afghanistan geht es schon
Noch lieber würde sie es natürlich sehen, wenn die notwendigen Investitionen in die Ausrüstung fließen könnten. Doch dass der Militär-Etat großartig aufgestockt wird ist angesichts diverser anderer Bereiche, für die dringend Gelder benötigt werden, eher unwahrscheinlich. Also könnte Improvisation hier durchaus ein Weg sein - denn während Ersatzteile durchaus auch mal einzeln aus dem 3D-Drucker gezogen werden könnten, ist dies bei Pflegekräften oder Erziehern nicht möglich.Die Bundeswehr-Einheiten, die in Afghanistan stationiert sind, arbeiten bereits erfolgreich mit den Systemen. Hier werden diverse Kunststoffteile, die im Einsatz des Öfteren mal kaputtgehen bereits länger mit 3D-Druckern hergestellt. Das betrifft beispielsweise Halterungen für Kotflügel von Fahrzeugen. Experimentiert wird hier aber auch mit anderen Dingen - wie beispielsweise mit Einlagen für Stiefel, die passgenau auf Basis eines Fuß-Scans berechnet werden und höheren Komfort versprechen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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