Chemiewerk aus dem 3D-Drucker kann schon Medikamente herstellen
Ein Chemiker aus Großbritannien könnte gerade den nächsten großen Durchbruch im 3D-Druck einleiten. Er hat es nicht einfach nur geschafft, einen neuen komplexen Gegenstand anfertigen zu lassen. Er druckt vielmehr ein komplettes kleines Chemiewerk, mit dem sich Stoffe herstellen lassen, die man sonst nicht einfach selbst produzieren kann.
Bereits vor einiger Zeit hatte Leroy Cronin im 3D-Drucker eine Reaktionskammer angefertigt, mit der sich Ethylbenzol synthetisieren ließ. Das fand so mancher nicht besonders beeindruckend und stellte grundsätzlich in Frage, ob so ein Vorgehen überhaupt für komplexere Prozesse nutzbar wäre. Das habe seinen Ehrgeiz angestachelt, berichtete Cronin gegenüber dem ScienceMag.
Und jetzt kann er mit dem, was daraus entstanden ist, an die Öffentlichkeit gehen. Mit verbesserten Verfahren und einer höheren Auflösung ist es ihm und seinen Kollegen nun möglich gewesen, eine ganze Reihe von miteinander verbundenen Reaktionsbehältern in einem Stück zu drucken. In dieser lassen sich nacheinander vier Reaktionen, die aus zwölf einzelnen Schritten bestehen, durchführen.
Seine Arbeit könne - wenn sowohl das 3D-Drucken als auch seine eigenen Verfahren noch deutlich weiterentwickelt werden - eine Art Demokratisierung der Chemie einläuten, so Cronin. Verschiedene Stoffe inklusive einfacherer Medikamente könnten so quasi per Download verbreitet werden. Den Beteiligten ist auf der anderen Seite aber durchaus auch klar, dass eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass im Netz vor allem auch Druckanleitungen für Drogenküchen kursieren würden.
Und jetzt kann er mit dem, was daraus entstanden ist, an die Öffentlichkeit gehen. Mit verbesserten Verfahren und einer höheren Auflösung ist es ihm und seinen Kollegen nun möglich gewesen, eine ganze Reihe von miteinander verbundenen Reaktionsbehältern in einem Stück zu drucken. In dieser lassen sich nacheinander vier Reaktionen, die aus zwölf einzelnen Schritten bestehen, durchführen.
Medikamente bereits herstellbar
Im Demo-Projekt ist die kleine Anlage darauf ausgelegt, einen Stoff namens Baclofen zu erzeugen. Dafür müssen verschiedene Ausgangsmaterialien in der richtigen Reihenfolge und an den korrekten Stellen in die Reaktionskette eingefügt werden. Baclofen gehört zu der Arzneimittelgruppe der Muskelrelaxantien und wird beispielsweise Patienten mit Multipler Sklerose verabreicht. Mit etwas anderen Ausgangsstoffen konnte man in der gleichen Anlage aber auch ein Medikament erzeugen, das gegen Magengeschwüre hilft.Seine Arbeit könne - wenn sowohl das 3D-Drucken als auch seine eigenen Verfahren noch deutlich weiterentwickelt werden - eine Art Demokratisierung der Chemie einläuten, so Cronin. Verschiedene Stoffe inklusive einfacherer Medikamente könnten so quasi per Download verbreitet werden. Den Beteiligten ist auf der anderen Seite aber durchaus auch klar, dass eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass im Netz vor allem auch Druckanleitungen für Drogenküchen kursieren würden.
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