Adidas startet Serienfertigung mit 3D-Druckern für Sportschuhe
Der Sportartikelhersteller Adidas plant als erster Massenfertiger in die Produktion von Turnschuhen im 3-D-Druckverfahren zu gehen. Erste Tests hatte der Konzern bereits 2015 mit dem Prototypen Futurecraft 3D gestartet.
Nun kommt der Nachfolger, der Futurecraft 4D, noch in diesem Herbst auf den Markt. Es wird der erste Schuh sein, der mit hohen Auflagen mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens in Serie produziert wird. Geplant ist laut der Ankündigung zunächst eine Kleinserie von 5.000 Stück als limitierte Erstserie. Im vierten Quartal soll der Sportschuh in den Handel kommen. Schon jetzt gibt es die ersten 300 Paare der Futurecraft 4D-Serie, die exklusiv noch im April an "Freunde und Familie" von Adidas ausgeliefert werden.
Die ersten Einheiten werden im deutschen Ansbach gefertigt. Später soll die Hauptfertigung in einer derzeit noch im Bau befindlichen neuen Fabrik in Atlanta, USA, ablaufen.
Siehe auch: Futurecraft 3D: Adidas arbeitet an Sneaker aus dem 3D-Drucker
100.000 in 2018
Nach dem Start in diesem Jahr soll die Produktion mit 3D-Druckern dann schnell ausgeweitet werden. Der Plan sieht zunächst mindestens 100.000 Sneaker-Paare für das kommende Jahr 2018 vor. Im Vergleich: im vergangenen Geschäftsjahr 2016 produzierte der bekannte Sportzubehörhersteller immerhin rund 360 Millionen Paar Sneakers. Aktuell ist die Zeit noch ein Pferdefuß bei der Produktion. Derzeit benötigt Adidas laut eigenen Angaben rund eineinhalb Stunden für die Fertigung eines Paares. Das Ziel sei es, die Fertigung in unter 20 Minuten abzuschließen.Die ersten Einheiten werden im deutschen Ansbach gefertigt. Später soll die Hauptfertigung in einer derzeit noch im Bau befindlichen neuen Fabrik in Atlanta, USA, ablaufen.
Anpassbare Zwischensohle
Bis die echte Massenfertigung beginnen wird, könnte der Konzern auch noch weitere Modelle anbieten, unter denen der Kunde dann wählen kann. Vorerst gibt es nur eine Variante des Futurecraft 4D. Sein Hauptmerkmal ist die 3D-Sohle, die aus einer speziell anpassbaren Zwischensohle auf Basis einer besonderen Kunstharzflüssigmasse besteht. So passt sich die Sohle an den Fuß des Trägers an. Adidas arbeitet noch an verschiedenen Konzepten, den 3D-Schuh komplett individualisierbar zu machen. Wann es dann soweit ist, hat das Unternehmen aber noch nicht angekündigt. Auch die Preise für die Sneaker fehlen noch.Siehe auch: Futurecraft 3D: Adidas arbeitet an Sneaker aus dem 3D-Drucker
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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