Rückzug ins Private: Zuckerberg sieht die Zukunft in den Messengern
Facebook wird seinen Fokus auf die verschlüsselte Kommunikation seiner drei Messaging-Dienste verlagern, teilte Konzerngründer Mark Zuckerberg jetzt mit. Man werde notfalls den Rückzug aus Ländern in Kauf nehmen, in denen eine starke Verschlüsselung verboten sei.
"Wenn ich an die Zukunft des Internets denke, glaube ich, dass eine auf den Datenschutz ausgerichtete Kommunikationsplattform noch wichtiger werden wird, als die heutigen offenen Plattformen", schreibt Zuckerberg in seinem langen Blogbeitrag. Er glaube, dass private Nachrichtendienste und die Kommunikation kleiner Gruppen die bei weitem am schnellsten wachsenden Bereiche der Online-Kommunikation sein werden.
Öffentliche soziale Netzwerke hätten ihren Platz, doch Zuckerberg sieht nach eigenen Angaben eine große Zukunftschance in einfachen Plattformen, die sich in erster Linie auf den Datenschutz konzentrieren. Wenn damit eine Transformation Facebooks gemeint ist, würde das eine deutliche Umkehr des bisherigen Geschäftsprinzips bedeuten. Bisher lebt das Unternehmen davon, personenbezogene Daten für Werbezwecke zu nutzen. Enthüllungen über Cambridge Analytica und ein andere Vorfälle sorgten zuletzt dafür, dass das Unternehmensimage in der öffentlichen Wahrnehmung litt.
Facebook will das Messaging auch interoperabel machen. Zunächst sollen Nachrichten zwischen Facebook-Diensten verschickt werden können, aber letzten Endes sollen Instagram Direct, WhatsApp und der Facebook Messenger sowie SMS miteinander interoperabel sein.
In Ländern, in denen niedrige Datenschutzstandards gelten, wolle Facebook keine sensiblen Daten mehr speichern. Einige Staaten fordern bereits, dass die Unternehmen Benutzerdaten lokal speichern müssen, damit die Strafverfolgungsbehörden sie leichter abgreifen können. Das würde unter anderem auch den Schritt nach China für Facebook unmöglich machen.
"Die Einhaltung dieses Prinzips kann bedeuten, dass unsere Dienste in einigen Ländern blockiert werden, oder dass wir nicht in der Lage sein werden, in naher Zukunft in andere Länder zu expandieren", schreibt Zuckerberg. Wann er seine Vision zum Schutz der Privatsphäre realisieren will, ließ er allerdings offen und schreibt nur vage von den nächsten Jahren.
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Öffentliche soziale Netzwerke hätten ihren Platz, doch Zuckerberg sieht nach eigenen Angaben eine große Zukunftschance in einfachen Plattformen, die sich in erster Linie auf den Datenschutz konzentrieren. Wenn damit eine Transformation Facebooks gemeint ist, würde das eine deutliche Umkehr des bisherigen Geschäftsprinzips bedeuten. Bisher lebt das Unternehmen davon, personenbezogene Daten für Werbezwecke zu nutzen. Enthüllungen über Cambridge Analytica und ein andere Vorfälle sorgten zuletzt dafür, dass das Unternehmensimage in der öffentlichen Wahrnehmung litt.
Ende-zu-Ende-Krypto für alle
"Ich glaube, dass sich in Zukunft die Kommunikation zunehmend auf private, verschlüsselte Dienste verlagern wird, bei denen die Menschen darauf vertrauen können, dass das, was sie zueinander sagen, sicher bleibt und ihre Nachrichten und Inhalte nicht für immer da sind", erklärte Zuckerberg. Künftig sollen sich die Messaging-Plattformen von Facebook stärker an WhatsApp annähern. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll zum Standard werden.Facebook will das Messaging auch interoperabel machen. Zunächst sollen Nachrichten zwischen Facebook-Diensten verschickt werden können, aber letzten Endes sollen Instagram Direct, WhatsApp und der Facebook Messenger sowie SMS miteinander interoperabel sein.
In Ländern, in denen niedrige Datenschutzstandards gelten, wolle Facebook keine sensiblen Daten mehr speichern. Einige Staaten fordern bereits, dass die Unternehmen Benutzerdaten lokal speichern müssen, damit die Strafverfolgungsbehörden sie leichter abgreifen können. Das würde unter anderem auch den Schritt nach China für Facebook unmöglich machen.
"Die Einhaltung dieses Prinzips kann bedeuten, dass unsere Dienste in einigen Ländern blockiert werden, oder dass wir nicht in der Lage sein werden, in naher Zukunft in andere Länder zu expandieren", schreibt Zuckerberg. Wann er seine Vision zum Schutz der Privatsphäre realisieren will, ließ er allerdings offen und schreibt nur vage von den nächsten Jahren.
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Sebastian KuhbachGründer und Inhaber von WinFuture.de
Seit den 1990ern journalistisch unterwegs, damals mit einem Disketten-Magazin. Seine Themen reichen von Microsoft über Adobe bis zur Künstlichen Intelligenz.
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Sebastian Kuhbach
Redakteur bei WinFuture
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