Continental: Zweitgrößter Autozulieferer der Welt verbietet WhatsApp
WhatsApp ist im Westen längst so etwas wie ein Kommunikationsstandard. Das gilt vor allem für private Nachrichten und auch mittlerweile Voice-over-IP-Telefonie. Facebook, Besitzer von WhatsApp, möchte den Messenger auch gerne im Geschäftsumfeld etablieren, doch das klappt bisher nicht ganz so, im Gegenteil fürchten immer mehr Firmen die Datenkrake Facebook.
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Continental: "Denn sie greifen auf persönliche und damit potentiell vertrauliche Daten ihrer Nutzer zu, wie zum Beispiel deren Adressbucheinträge und damit auf Informationen unbeteiligter Dritter. Im Fall der genannten Anwendungen kann der Zugriff auf das Adressbuch nicht eingeschränkt werden."
Das bedeutet auch, so der börsennotierte Konzern, dass die Verantwortung zur Einhaltung der Datenschutzgesetze auf die Nutzer abgewälzt werde. Mit dem Verbot will man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Geschäftspartner schützen, so Continental.
Mit dem Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart gehen allerdings etwas die (Auto-)Metaphern durch: "Für uns haben die Sicherheit von Technologien und das Vertrauen der Nutzer in sie klar Vorfahrt. Wir arbeiten an null Unfällen im Straßenverkehr und fordern daher eine solche 'Vision Zero' auch für den Datenverkehr."
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"Datenschutzdefizite"
Continental ist der zweitgrößte Autozulieferer der Welt und hat rund 235.000 Mitarbeiter. Viele davon haben Dienst-Smartphones (rund 36.000 Geräte, um genau zu sein) und sie müssen künftig auf Messenger wie WhatsApp oder Snapchat verzichten. Wie man in einer Pressemitteilung schreibt, sind diese Apps im gesamten weltweiten Unternehmensnetzwerk ab sofort untersagt, da diese Anwendungen "Datenschutzdefizite" hätten.Continental: "Denn sie greifen auf persönliche und damit potentiell vertrauliche Daten ihrer Nutzer zu, wie zum Beispiel deren Adressbucheinträge und damit auf Informationen unbeteiligter Dritter. Im Fall der genannten Anwendungen kann der Zugriff auf das Adressbuch nicht eingeschränkt werden."
Das bedeutet auch, so der börsennotierte Konzern, dass die Verantwortung zur Einhaltung der Datenschutzgesetze auf die Nutzer abgewälzt werde. Mit dem Verbot will man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Geschäftspartner schützen, so Continental.
Mit dem Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart gehen allerdings etwas die (Auto-)Metaphern durch: "Für uns haben die Sicherheit von Technologien und das Vertrauen der Nutzer in sie klar Vorfahrt. Wir arbeiten an null Unfällen im Straßenverkehr und fordern daher eine solche 'Vision Zero' auch für den Datenverkehr."
"Sichere Alternativen"
Continental will stattdessen auf "sichere Alternativen" setzen, welche das sind, verrät man allerdings nicht. Das Unternehmen hält sich eine Rückkehr zu WhatsApp und Co. aber offen, "sollten die Anbieter eine unbedenkliche Nutzung ihrer Dienste im Sinne des Datenschutzes schon in der Grundeinstellung ermöglichen".Mehr Aktuelles zu WhatsApp:
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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