Bundesjustizministerin fordert Gesetz für offene WhatsApp-API
Bundesjustizministerin Katarina Barley hat in einem Gespräch mit Zeit Online ein Gesetz angeregt, durch das Dienste wie WhatsApp sich für andere Messenger öffnen müssten. Ziel soll sein, dass alle Dienste untereinander "vernetzt" werden, so dass Nutzer egal von welcher Plattform miteinander kommunizieren können.
Infografik Whatsapp: Wir verbinden jeden Tag eine Milliarde Benutzer
Bundesjustizministerin Barley stellt sich dabei wohl eine Art offene Kommunikationsschnittstelle vor, durch die alle Messenger miteinander im Austausch stehen. Hintergrund ist der Datenschutz. Nutzer sollen sich Anbieter wählen, "die bessere Datenschutzstandards haben, und trotzdem in ihrer WhatsApp-Gruppe bleiben können", sagte Barley in einem Podcast-Interview mit der Zeit. "Das Zauberwort heißt Interoperabilität."
Um die Forderung zu erläutern, zog sie das Beispiel Mobilfunk heran. Da können Nutzer verschiedener Provider sich schließlich auch untereinander kontaktieren, ohne dass man selbst Kunde eines speziellen Anbieters werden muss. "Das ist beim Mobilfunk möglich und das ist auch bei diesen Systemen möglich", so Barley.
Sie selbst nutze aus Datenschutzbedenken kein WhatsApp und sei "old fashioned und verschicke SMS".
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Bundesjustizministerin Barley stellt sich dabei wohl eine Art offene Kommunikationsschnittstelle vor, durch die alle Messenger miteinander im Austausch stehen. Hintergrund ist der Datenschutz. Nutzer sollen sich Anbieter wählen, "die bessere Datenschutzstandards haben, und trotzdem in ihrer WhatsApp-Gruppe bleiben können", sagte Barley in einem Podcast-Interview mit der Zeit. "Das Zauberwort heißt Interoperabilität."
Misstrauen groß
WhatsApp-Gruppen sind zweifelsohne beliebt, und mittlerweile in einigen Bereichen kaum noch wegzudenken. Egal ob Sportvereine, Schulklassen oder Unternehmen: Viele kommunizieren der Einfachheit halber über WhatsApp-Gruppen. Auf der anderen Seite ist das Misstrauen gegen "Datenkraken" wie WhatsApp so groß wie nie zuvor, viele verweigern sich daher, sich dort anzumelden. Mit dem Vorstoß der Bundesjustizministerin sollte das der Vergangenheit angehören. Nutzer müssten Alternativen erhalten und dennoch miteinander Nachrichten austauschen können.EU soll es richten
Barley stellt sich dafür eine Regelung auf Europa-Ebene vor. Von der EU könnte eine entsprechende Regulierung veranlasst werden, sodass Unternehmen sich auf eine gemeinsame Schnittstelle einigen müssten.Um die Forderung zu erläutern, zog sie das Beispiel Mobilfunk heran. Da können Nutzer verschiedener Provider sich schließlich auch untereinander kontaktieren, ohne dass man selbst Kunde eines speziellen Anbieters werden muss. "Das ist beim Mobilfunk möglich und das ist auch bei diesen Systemen möglich", so Barley.
Sie selbst nutze aus Datenschutzbedenken kein WhatsApp und sei "old fashioned und verschicke SMS".
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