Das erste schwimmende Atomkraftwerk der Welt ist in See gestochen
Schon länger sind Atomreaktoren beispielsweise in U-Booten im Einsatz. Jetzt ist in Russland unter dem Namen "Akademik Lomonossow" aber das erste schwimmende Atomkraftwerk in See gestochen, das nach seiner Reise durch die Ostsee in Sibirien für Strom sorgen soll.
Akademik Lomonossow ist...
Wie Golem in seinem Bericht schreibt, ist die Akademik Lomonossow am 28. April in St. Petersburg in See gestochen und tritt jetzt zunächst eine Reise nach Murmansk in Sibirien an. Dort werden die Brennstäbe eingesetzt, bevor man am Bestimmungsort Pewek vor Anker geht, wo ab 2019 Hafen, Ölbohrplattformen sowie eine Meerwasserentsalzungsanlage mit Strom versorgt werden sollen.
...das erste schwimmende Atomkraftwerk
Das Kraftwerk setzt sich dabei aus zwei Reaktoren zusammen, die auf einem 144 Meter langen und 30 Meter breiten Ponton errichtet wurden. Das System bietet eine thermische Leistung von 300 Megawatt, aus der sich eine nutzbare Leistung von 70 Megawatt Strom ergibt. Statt hochangereichertes Uran, das beim Militär Einsatz findet, wird hier niedrig angereichertes Uran mit 20 Prozent Uran-235 Anteil verwendet.
Mit einem Sicherheitsbehälter, der in das Schiff integriert wurde, will der russische Hersteller die Sicherheit bei Notfällen gewährleisten können. So will man die Konstruktion auch auf Erdbeben der Stufe 10 getestet haben, bei dem ein Tsunami das Schiff an Land spült. Deutsche und kanadische Forscher haben in ihrer Untersuchung des Systems prinzipiell eine Tauglichkeit bescheinigt, kritisieren allerdings, dass in Simulationen wohl nicht alle Situationen erfasst werden können.
Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace mahnt, sei für die Anlage keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt worden, man könne nur vor einem "Tschernobyl auf Eis" warnen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Experten werden die Reise des ersten schwimmenden Atomkraftwerks auf seinem Weg nach Sibirien wohl sehr aufmerksam verfolgen.
Ein Atomkraftwerk auf hoher See
Atomreaktoren sind eine sehr effiziente Energiequelle, bringen aber natürlich die bekannten potenziell katastrophalen Gefahren mit sich. Auf hoher See kommen Atomreaktoren unter anderem bei U-Booten oder Eisbrechern zum Einsatz, jetzt wurde aber in Russland erstmals ein Schiff errichtet, das seine zwei Reaktoren nicht für den eigenen Antrieb nutzt, sondern das als schwimmendes Atomkraftwerk konzipiert wurde - wie die Macher betonen, das erste seiner Art.
Akademik Lomonossow ist...
Wie Golem in seinem Bericht schreibt, ist die Akademik Lomonossow am 28. April in St. Petersburg in See gestochen und tritt jetzt zunächst eine Reise nach Murmansk in Sibirien an. Dort werden die Brennstäbe eingesetzt, bevor man am Bestimmungsort Pewek vor Anker geht, wo ab 2019 Hafen, Ölbohrplattformen sowie eine Meerwasserentsalzungsanlage mit Strom versorgt werden sollen.
...das erste schwimmende Atomkraftwerk
Das Kraftwerk setzt sich dabei aus zwei Reaktoren zusammen, die auf einem 144 Meter langen und 30 Meter breiten Ponton errichtet wurden. Das System bietet eine thermische Leistung von 300 Megawatt, aus der sich eine nutzbare Leistung von 70 Megawatt Strom ergibt. Statt hochangereichertes Uran, das beim Militär Einsatz findet, wird hier niedrig angereichertes Uran mit 20 Prozent Uran-235 Anteil verwendet.
Mit einem Sicherheitsbehälter, der in das Schiff integriert wurde, will der russische Hersteller die Sicherheit bei Notfällen gewährleisten können. So will man die Konstruktion auch auf Erdbeben der Stufe 10 getestet haben, bei dem ein Tsunami das Schiff an Land spült. Deutsche und kanadische Forscher haben in ihrer Untersuchung des Systems prinzipiell eine Tauglichkeit bescheinigt, kritisieren allerdings, dass in Simulationen wohl nicht alle Situationen erfasst werden können.
Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace mahnt, sei für die Anlage keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt worden, man könne nur vor einem "Tschernobyl auf Eis" warnen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Experten werden die Reise des ersten schwimmenden Atomkraftwerks auf seinem Weg nach Sibirien wohl sehr aufmerksam verfolgen.
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