Toshiba: Teilverkauf der Speichersparte wegen Betrug bei Atomkraftwerken
Der japanische Technologiekonzern Toshiba wird nach eigenen Angaben einen Käufer für einen Teil seines Chipgeschäfts suchen, um so eine milliardenschwere Abschreibung abzufangen, die auf Schwierigkeiten in anderen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist. Die Fertigung von Speicherchips ist eines von Toshibas wenigen einträglichen Kerngeschäften.
Wie Toshiba mitteilte, will man einen Minderheitsanteil an der Abteilung für die Herstellung von Speicherchips an einen interessierten Käufer abtreten, um so hoffentlich mehrere Milliarden Dollar einzunehmen. Um dies zu ermöglichen, wird die Speichersparte zunächst in eine neue Ausgründung ausgelagert, die dann zu einem gewissen Teil an einen Investor verkauft werden soll.
Toshiba will letztlich nur maximal 20 Prozent seines Speichergeschäfts an Dritte abgeben, um sich so auch für die kommende Zeit den Löwenanteil an den Einnahmen dieses Unternehmensbereichs zu sichern. Schließlich ist die Speichersparte mit ihren Milliardeneinnahmen eines der wenigen tatsächlich profitablen Geschäftsfelder des japanischen Konzerns. Aktuell ist Toshiba der zweitgrößte Hersteller von Flash-Speicherchips nach dem Marktführer Samsung aus Korea und erzielte auf diesem Weg zuletzt einen Großteil seines Gewinns.
Siehe auch: Milliarden-Abschreibung & Kursabsturz: Toshiba implodiert regelrecht
Japanischen Quellen zufolge will Toshiba mit dem Verkauf von Teilen der Speichersparte mindestens 200 Milliarden Yen einnehmen, was umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro entspricht. Mit der riesigen Summe wird das Unternehmen dennoch nur einen Teil der insgesamt rund sechs Milliarden Dollar abdecken können, die man laut japanischen Medien wegen der skandalösen Betrügereien rund um die falschen Angaben zu den Einnahmen des vor einiger Zeit übernommenen US-Konzerns Westinghouse abschreiben muss.
Westinghouse und Toshiba hatten die Bilanzen des erstgenannten Unternehmens, das auf den Bau von Nuklearanlagen in den USA spezialisiert ist, über Jahre hinweg geschönt. Toshiba prüft jetzt, ob Westinghouse weitergeführt werden soll und welche Rolle die US-Tochter beim Bau von Atomkraftwerken künftig spielen wird. Außerdem wird die Firma direkt der Geschäftsleitung von Toshiba unterstellt.
Toshiba muss den Verkauf seiner Speichersparte noch vor dem Ende seines Geschäftsjahres im März über die Bühne bringen, um den durch die bevorstehende Abschreibung in Milliardenhöhe drohenden Verlust von Anlegergeldern in ebenfalls Milliardenhöhe zu vermeiden. Zu den potenziellen Käufern der Anteile am Speichergeschäft von Toshiba gehört neben Banken und privaten Investmentfirmen auch der Speicherkonzern Western Digital.
Der taiwanische Vertragsfertiger Foxconn wird von Experten als möglicher Kandidat für den Einstieg bei Toshibas Chipsparte gehandelt. Das Unternehmen, das unter anderem Geräte für diverse große Marken wie Apple baut, verfügt über einige Reserven und bemüht sich seit geraumer Zeit, die Vielfalt seiner Geschäftsfelder zu steigern, um so seine Führungsposition in diversen Märkten zu festigen.
Toshiba will letztlich nur maximal 20 Prozent seines Speichergeschäfts an Dritte abgeben, um sich so auch für die kommende Zeit den Löwenanteil an den Einnahmen dieses Unternehmensbereichs zu sichern. Schließlich ist die Speichersparte mit ihren Milliardeneinnahmen eines der wenigen tatsächlich profitablen Geschäftsfelder des japanischen Konzerns. Aktuell ist Toshiba der zweitgrößte Hersteller von Flash-Speicherchips nach dem Marktführer Samsung aus Korea und erzielte auf diesem Weg zuletzt einen Großteil seines Gewinns.
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Japanischen Quellen zufolge will Toshiba mit dem Verkauf von Teilen der Speichersparte mindestens 200 Milliarden Yen einnehmen, was umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro entspricht. Mit der riesigen Summe wird das Unternehmen dennoch nur einen Teil der insgesamt rund sechs Milliarden Dollar abdecken können, die man laut japanischen Medien wegen der skandalösen Betrügereien rund um die falschen Angaben zu den Einnahmen des vor einiger Zeit übernommenen US-Konzerns Westinghouse abschreiben muss.
Westinghouse und Toshiba hatten die Bilanzen des erstgenannten Unternehmens, das auf den Bau von Nuklearanlagen in den USA spezialisiert ist, über Jahre hinweg geschönt. Toshiba prüft jetzt, ob Westinghouse weitergeführt werden soll und welche Rolle die US-Tochter beim Bau von Atomkraftwerken künftig spielen wird. Außerdem wird die Firma direkt der Geschäftsleitung von Toshiba unterstellt.
Toshiba muss den Verkauf seiner Speichersparte noch vor dem Ende seines Geschäftsjahres im März über die Bühne bringen, um den durch die bevorstehende Abschreibung in Milliardenhöhe drohenden Verlust von Anlegergeldern in ebenfalls Milliardenhöhe zu vermeiden. Zu den potenziellen Käufern der Anteile am Speichergeschäft von Toshiba gehört neben Banken und privaten Investmentfirmen auch der Speicherkonzern Western Digital.
Der taiwanische Vertragsfertiger Foxconn wird von Experten als möglicher Kandidat für den Einstieg bei Toshibas Chipsparte gehandelt. Das Unternehmen, das unter anderem Geräte für diverse große Marken wie Apple baut, verfügt über einige Reserven und bemüht sich seit geraumer Zeit, die Vielfalt seiner Geschäftsfelder zu steigern, um so seine Führungsposition in diversen Märkten zu festigen.
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Foxconns Aktienkurs in Euro
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