HD-Vinyl: Schallplatte ist nicht nur zurück, sondern wird auch verbessert
Die alte Vinyl-Schallplatte hat sich über viele Jahre in einigen Nischen gehalten und feierte in den letzten Jahren quasi eine Wiederbelebung. Das ganze geht nun soweit, dass nicht nur große Firmen ihre alten Produktionsanlagen wieder reaktivieren, sondern die ganze Technologie sogar weiterentwickelt wird - HD-Vinyl wird bald kommen.
Das zugehörige Verfahren wurde vom österreichischen Startup Rebeat Innovation bereits vor gut zwei Jahren zum Patent angemeldet. Und wie Firmengründer Günter Loibl nun gegenüber dem Musikmagazin Pitchfork mitteilte, erhielt die Firma jüngst eine Finanzierung in Höhe von 4,8 Millionen Dollar. Das macht den Weg frei, um bereits Anfang des kommenden Jahres erste Alben in dem neuen Format in den Handel zu bringen.
Bei dem neuen Fertigungsprozess wird mit digitalem Ausgangs-Material gearbeitet. Eine Software erstellt aus diesem erst einmal ein dreidimensionales Modell des Negativs, das dann mit einem Laserverfahren auf die eigentliche Press-Matrize übertragen wird. Dadurch sollen Schallplatten entstehen, die präzisere Klanginformationen enthalten und weniger Verluste verursachen.
Für die Produzenten hat der Prozess außerdem den Vorteil, dass vor allem bei der Produktion der Negative für das Presswerk diverse Chemikalien wegfallen können. Immerhin müssen hier nicht mit mehreren Arbeitsschritten erst weiche Modelle erzeugt und dann kräftig gehärtet werden. Es spricht also wenig dagegen, dass das neue Verfahren durchaus schnell in die Praxis übernommen werden könnte - zumal auf Seiten der Nutzer keine neuen Abspielgeräte benötigt werden.
Bei dem neuen Fertigungsprozess wird mit digitalem Ausgangs-Material gearbeitet. Eine Software erstellt aus diesem erst einmal ein dreidimensionales Modell des Negativs, das dann mit einem Laserverfahren auf die eigentliche Press-Matrize übertragen wird. Dadurch sollen Schallplatten entstehen, die präzisere Klanginformationen enthalten und weniger Verluste verursachen.
Mehr Spielzeit, besserer Klang
Doch das ist nicht der einzige Vorteil von HD-Vinyl. Die genauere Übertragung der Audiodaten und die vorhergehende digitale Optimierung ermöglichen auch die Steigerung der Spielzeit um rund 30 Prozent. Ein wesentlicher Anteil der Begrenzung lag bisher auch daran, dass insbesondere zur Mitte hin die Klangqualität schlechter wurde - mit dem besseren Verfahren kann man hier für einen Ausgleich sorgen. Weiterhin bekommt man von den neuen Medien eine um 30 Prozent gesteigerte Amplitude und insgesamt einen satteren Klang, hieß es.Für die Produzenten hat der Prozess außerdem den Vorteil, dass vor allem bei der Produktion der Negative für das Presswerk diverse Chemikalien wegfallen können. Immerhin müssen hier nicht mit mehreren Arbeitsschritten erst weiche Modelle erzeugt und dann kräftig gehärtet werden. Es spricht also wenig dagegen, dass das neue Verfahren durchaus schnell in die Praxis übernommen werden könnte - zumal auf Seiten der Nutzer keine neuen Abspielgeräte benötigt werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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