WLAN-Hotspots: Bund der Steuerzahler Berlin ärgert sich über Ausgaben
Auf einen Bericht zum Ausbau der öffentlichen, freien WLAN-Hotspots in Berlin hat der Bund der Steuerzahler mit einer Rüge reagiert. Der Berliner Senat will rund zwei Millionen Euro investieren, der Bund der Steuerzahler sieht dagegen privates Internet-Surfen nicht als Staatsaufgabe an.
Freies WLAN? Aber nicht auf Kosten anderer! Auf einen Bericht der Berliner Morgenpost zum Ausbau der WLAN-Hotspots in Behörden, Bibliotheken und so weiter, hat der Bund der Steuerzahler Berlin jetzt eine Rüge veröffentlicht. Die Debatte in Berlin regt jetzt wieder die Diskussion um öffentliche Hotspots an, auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus.
"Internet-Nutzung ist kein öffentliches Gut. Überall in der Stadt sind mobile Datendienste über das Mobilfunknetz verfügbar. Wer im Internet surfen möchte, kann diese Leistung problemlos einkaufen", so der Berliner Vorsitzende Alexander Kraus in einer Pressemitteilung zum Ausbau: "Es gibt keinen vernünftigen Grund, dass der Steuerzahler für die Kostenersparnis Einzelner bei der Nutzung eines rein privaten Gutes aufkommen muss."
Free WiFi Berlin soll in den kommenden Monaten rund 1000 neue Hotspots bekommen. Aktuell sind bereits 700 Hotspots aktiv, weitere 350 geplant oder im Aufbau.
Siehe auch:
WLAN- & Router-Tuning So holt man mehr aus der Netzverbindung
Verschwendung von Steuergeldern
Der Bund der Steuerzahler kämpft seit jeher gegen Verschwendung von Steuergeldern und sieht in den Plänen des Senats eine Verletzung der Prinzipien, für die sich der Steuerzahlerbund einsetzt."Internet-Nutzung ist kein öffentliches Gut. Überall in der Stadt sind mobile Datendienste über das Mobilfunknetz verfügbar. Wer im Internet surfen möchte, kann diese Leistung problemlos einkaufen", so der Berliner Vorsitzende Alexander Kraus in einer Pressemitteilung zum Ausbau: "Es gibt keinen vernünftigen Grund, dass der Steuerzahler für die Kostenersparnis Einzelner bei der Nutzung eines rein privaten Gutes aufkommen muss."
Konkurrenz
Dazu komme die Tatsache, dass der Staat auch in einen Gewissenskonflikt käme. In der Pressemeldung des Steuerzahlerbundes heißt es, es sei nicht nachvollziehbar, dass der Staat einst Frequenzen für die Datennutzung an Mobilfunkunternehmen für viel Geld versteigert habe, dieses dann in den Netzausbau investiert habe und nun der Staat den Mobilfunkunternehmen mit Steuergeldern wieder Konkurrenz mache.Free WiFi Berlin soll in den kommenden Monaten rund 1000 neue Hotspots bekommen. Aktuell sind bereits 700 Hotspots aktiv, weitere 350 geplant oder im Aufbau.
Siehe auch:
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