Meltdown und Spectre: Google hat Patches ohne Performance-Verlust
Zwei Google-Entwickler könnten in den kommenden Tagen zu Helden der IT-Branche aufsteigen. Ihnen ist es mit einem neuen Verfahren gelungen, die jüngst bekannt gewordenen Sicherheitsprobleme in Prozessoren auszuschalten, ohne dass die Patches für nennenswerte Performance-Einbußen sorgen.
Als die Fehler bekannt und Patches angekündigt wurden, war noch davon die Rede, dass die Absicherung gegen Angriffe letztlich zu massiven Performance-Einbußen von bis zu 30 Prozent führen kann. Ganz so schlimm scheint es in der Praxis allerdings schon auf dem aktuellsten Stand nicht zu werden, wie diverse, kurzfristige Benchmark-Tests zeigen. Und bei Google hat man schon einen Weg gefunden, die Leistungseinbußen noch deutlich stärker zu minimieren.
Die beiden Google-Entwickler Matt Linton und Pat Parseghian haben das Verfahren mit der Bezeichnung "Retpoline" entwickelt. Patches die darauf basieren, sollen bereits in weiten Teilen der Google-Infrastruktur zum Einsatz gebracht werden. Dabei habe man bereits feststellen können, dass sich die Performance-Einbußen in einem nahezu vernachlässigbaren Bereich bewegen. Und dies dürfte als Einschätzung eines Betreibers zahlreicher Datenzentren etwas heißen, denn jedes Prozent mehr oder weniger Leistung ist bei Google eine Frage von vielen Millionen-Dollar-Werten.
Die Konzept-Papiere zu den bei Google genutzten Verfahren habe man auch schon an diverse Partner in der ganzen IT-Branche weitergegeben, hieß es. Entsprechend kann hier damit gerechnet werden, dass die Erkenntnisse auch in diverse andere Patches und Updates einfließen werden. Alle anderen Interessierten können sich auch direkt bei Google schlaumachen, da die Informationen öffentlich bereitgestellt werden. Allerdings weisen die Entwickler darauf hin, dass die Einflüsse auf die Performance natürlich auch abhängig von den jeweiligen Aufgaben sind. Und auch wenn es selbst in den Cloud-Diensten des Konzerns, die eine große Vielfalt von Anwendungen hosten, zu keinen nennenswerten Einbußen kam, sollte man vor einem größeren Einsatz der Patches und auch von KPTI sicherheitshalber eigene Tests durchführen.
Siehe auch:
Die beiden Google-Entwickler Matt Linton und Pat Parseghian haben das Verfahren mit der Bezeichnung "Retpoline" entwickelt. Patches die darauf basieren, sollen bereits in weiten Teilen der Google-Infrastruktur zum Einsatz gebracht werden. Dabei habe man bereits feststellen können, dass sich die Performance-Einbußen in einem nahezu vernachlässigbaren Bereich bewegen. Und dies dürfte als Einschätzung eines Betreibers zahlreicher Datenzentren etwas heißen, denn jedes Prozent mehr oder weniger Leistung ist bei Google eine Frage von vielen Millionen-Dollar-Werten.
KPTI schottet noch mehr ab
Bei Google wird das neu gestaltete Patching-Verfahren inzwischen mit der so genannten Kernel Page Table Isolation (KPTI) kombiniert. Diese sorgt für eine noch bessere Abschottung der einzelnen Speicherbereiche, so dass sensible Informationen in diesen noch besser geschützt sind. Die Bugs in den Prozessoren erleichterten es immerhin gerade deutlich, besonders pikante Speicher-Segmente auszulesen - auch solche, in denen beispielsweise Krypto-Keys abgelegt werden. Google hat KPTI inzwischen nach eigenen Angaben auf allen Linux-Produktions-Servern zum Einsatz gebracht, auf denen Dienste wie die Suche, Gmail, YouTube oder die Google Cloud Platform laufen.Die Konzept-Papiere zu den bei Google genutzten Verfahren habe man auch schon an diverse Partner in der ganzen IT-Branche weitergegeben, hieß es. Entsprechend kann hier damit gerechnet werden, dass die Erkenntnisse auch in diverse andere Patches und Updates einfließen werden. Alle anderen Interessierten können sich auch direkt bei Google schlaumachen, da die Informationen öffentlich bereitgestellt werden. Allerdings weisen die Entwickler darauf hin, dass die Einflüsse auf die Performance natürlich auch abhängig von den jeweiligen Aufgaben sind. Und auch wenn es selbst in den Cloud-Diensten des Konzerns, die eine große Vielfalt von Anwendungen hosten, zu keinen nennenswerten Einbußen kam, sollte man vor einem größeren Einsatz der Patches und auch von KPTI sicherheitshalber eigene Tests durchführen.
Siehe auch:
- Meltdown und Spectre: So überprüft man Windows-Systeme auf Schutz
- Fast alle PCs betroffen: Schwere Lücken erschüttern die Hardware-Welt
- Intel-Prozessoren: Nächste Security-Katastrophe ist im Anmarsch
- Microsoft mit Notfall-Patch für CPU-Sicherheitslücken
- Metdown & Spectre: Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick
Newsletter kostenlos abonnieren:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema Sicherheit
- WhatsApp: Wie man ungewollte Gruppen-Einladungen vermeidet
- Ezviz H9c Dual 3K im Test: Überwachungskamera mit doppeltem Blick
- Kriechstrom an Apples MacBook: Die Lösung kostet 25 Euro
- OneSpan Digipass FX1 Bio: Sicherheitsschlüssel für Windows getestet
- EZVIZ CP7: Türklingel mit 2K-Kamera und Touchscreen ausprobiert
Beiträge aus dem Forum
-
WordPress 7.1.3 :: Sicherheits- und Wartungsupdate -
d-hubs -
OpenWRT: für alle die mehr Kontrolle, Sicherheit und auch
d-hubs -
WordPress 7.0.3 Sicherheits-Release freigegeben - kontinuierliche Arbe
d-hubs -
CachyOS kommt mit Neuem :: schneller, performanter u. mehr Sicherheit
d-hubs -
Oktober 2025 endet der Windows 10 Support, kostenpflichtige Sicherheit
ardap86
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- HTTP2Shell: Schwachstelle in Googles Brotli wird aktiv angegriffen
- Ende einer TV-Ära: ProSiebenSat.1 stellt Teletext ab 2027 komplett ein
- Leere links neben dem Homescreen? Samsung News wird abgeschaltet
- Neues Teleskop spürt großes Objekt am Rand des Sonnensystems auf
- Media Markt & Saturn: Die ersten 11 Black-Friday-Deals, die sich lohnen
- Server statt Spielzeug: Playmobil-Stammwerk wird zu Rechenzentrum
- Google: KI-Suche bringt zu wenig Geld, also gibt es mehr Werbung
Videos
Beliebte Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Programmierung & Reporting:
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
WordPress 7.1.4 ist draußen
d-hubs - Heute 08:08 Uhr -
Homebase - das neue Release ist da!
d-hubs - Gestern 22:48 Uhr -
Mailserver Stalwart ist gestern in Version 1.0 erschienen
d-hubs - Gestern 19:45 Uhr -
Schalter lässt sich nicht aktivieren
Oldbobby - Gestern 19:07 Uhr -
openDesk, das ist die anpassungsfähige Office- und Kollaborationssuit
d-hubs - Vorgestern 16:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!




Alle Kommentare zu dieser News anzeigen