Google will Android-Entwickler für Zugang zum App-Code bezahlen
Um KI-gestützte Entwickler-Tools zu verbessern, benötigt man vor allem viel Code für das Training der KI-Modelle. Während dafür bisher vor allem Open Source-Plattformen abgegrast wurden, will Google nun auf den enormen Bestand bei den Entwicklern von Android-Apps zugreifen.
Die angebotene Vereinbarung sieht dabei eine nicht-exklusive Lizenz vor. Das bedeutet, dass die Urheber weiterhin die vollständigen geistigen Eigentumsrechte an ihrem Code besitzen und diesen auch anderweitig vermarkten können.
In der Mitteilung wirbt Google mit zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten für Entwickler. Vergütet werden sollen sowohl aktive Anwendungen als auch ältere, archivierte Projekte. Zugleich verspricht der Konzern den Teilnehmern Einfluss auf die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Google und der Entwicklergemeinschaft. Nach Angaben des Unternehmens könne produktiv eingesetzter Code dabei helfen, komplexe Programmierlogiken besser zu verstehen, neue Bewertungsverfahren für Softwareentwicklung zu schaffen und die Leistungsfähigkeit von Entwicklerwerkzeugen zu steigern.
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Google im Wettbewerb um KI-gestützte Programmierhilfen unter Druck steht. Viele Entwickler greifen derzeit auf etablierte Angebote wie GitHub Copilot zurück, das für seine schnelle Codevervollständigung bekannt ist. Auch Anthropic hat mit Claude Code ein Werkzeug etabliert, das ganze Softwareprojekte analysieren und komplexe Arbeitsabläufe weitgehend selbstständig ausführen kann.
Dass Technologieunternehmen für den Zugriff auf proprietären Code bezahlen, ist bislang eher ungewöhnlich. Die Initiative deutet darauf hin, dass frei verfügbare Programmierprojekte aus dem Internet für das Training moderner KI-Systeme zunehmend nicht mehr ausreichen. Ein ähnliches Konzept testete Microsoft bereits im vergangenen Jahr mit Medienhäusern: Über einen speziellen Marktplatz konnten Verlage Inhalte lizenzieren und wurden bezahlt, wenn KI-Unternehmen diese für ihre Systeme nutzten.
Siehe auch:
Futter für KI-Modelle
Wie aus einer vertraulichen E-Mail hervorgeht, über die das US-Medium 404Media berichtet, sucht Google nach hochwertigen, praxisnahen Codebasen, um seine Entwicklerprodukte und KI-Modelle weiterzuentwickeln. Die Programmierer sollen dafür bezahlt werden, dass sie dem Konzern Zugang zu ihren Repositories gewähren.Die angebotene Vereinbarung sieht dabei eine nicht-exklusive Lizenz vor. Das bedeutet, dass die Urheber weiterhin die vollständigen geistigen Eigentumsrechte an ihrem Code besitzen und diesen auch anderweitig vermarkten können.
In der Mitteilung wirbt Google mit zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten für Entwickler. Vergütet werden sollen sowohl aktive Anwendungen als auch ältere, archivierte Projekte. Zugleich verspricht der Konzern den Teilnehmern Einfluss auf die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Google und der Entwicklergemeinschaft. Nach Angaben des Unternehmens könne produktiv eingesetzter Code dabei helfen, komplexe Programmierlogiken besser zu verstehen, neue Bewertungsverfahren für Softwareentwicklung zu schaffen und die Leistungsfähigkeit von Entwicklerwerkzeugen zu steigern.
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Google im Wettbewerb um KI-gestützte Programmierhilfen unter Druck steht. Viele Entwickler greifen derzeit auf etablierte Angebote wie GitHub Copilot zurück, das für seine schnelle Codevervollständigung bekannt ist. Auch Anthropic hat mit Claude Code ein Werkzeug etabliert, das ganze Softwareprojekte analysieren und komplexe Arbeitsabläufe weitgehend selbstständig ausführen kann.
Google muss aufholen
Google versucht, diesen Rückstand aufzuholen. Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2026 stellte das Unternehmen unter anderem die Modelle Gemini 3.5 Flash und Gemini 3.5 Pro sowie das neue System Antigravity 2.0 vor. Letzteres soll Entwicklern dabei helfen, Teams autonomer KI-Agenten zu koordinieren.Dass Technologieunternehmen für den Zugriff auf proprietären Code bezahlen, ist bislang eher ungewöhnlich. Die Initiative deutet darauf hin, dass frei verfügbare Programmierprojekte aus dem Internet für das Training moderner KI-Systeme zunehmend nicht mehr ausreichen. Ein ähnliches Konzept testete Microsoft bereits im vergangenen Jahr mit Medienhäusern: Über einen speziellen Marktplatz konnten Verlage Inhalte lizenzieren und wurden bezahlt, wenn KI-Unternehmen diese für ihre Systeme nutzten.
Zusammenfassung
- Google will Android-Entwickler für Zugang zu ihrem Quellcode bezahlen, um KI-Tools zu trainieren
- Die Lizenz ist nicht-exklusiv: Entwickler behalten ihre Urheberrechte und können Code weiter vermarkten
- Aktive Anwendungen und archivierte Projekte sollen vergütet werden - zusätzliche Einnahmen versprochen
- Google steht im Wettbewerb mit GitHub Copilot und Anthropics Claude Code bei KI-Programmierhilfen
- Auf der I/O 2026 präsentierte Google die Modelle Gemini 3.5 Flash, Gemini 3.5 Pro und Antigravity 2.0
- Bezahlung für proprietären Code deutet darauf hin, dass Open-Source-Daten für KI-Training nicht mehr ausreichen
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