Afrika baut Solar, Windkraft und Batterien massiv aus - China profitiert
Afrika setzt bei neuen Energieprojekten zunehmend auf Solar- und Windkraft sowie Batteriespeicher. Regierungen und Investoren wenden sich damit verstärkt von Kohlekraftwerken und großen Wasserkraftprojekten ab.
Ein Beispiel für diesen Wandel ist ein Anfang Mai bekannt gegebenes Energieabkommen zwischen China und Sambia im Umfang von 1,5 Milliarden Dollar. Es umfasst drei Kraftwerksprojekte mit jeweils 300 Megawatt Leistung aus Solarenergie, Windkraft und Kohle als Backup-Bestandteil.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Electron Intelligence wurden 2025 in Afrika insgesamt 322 Energieprojekte angekündigt. Mit 173 Vorhaben entfiel mehr als die Hälfte auf Solarenergie. Dahinter folgen Wasserkraft mit 46 und Windenergie mit 34 Projekten. Experten sehen darin einen deutlichen Hinweis auf die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien auf dem Kontinent.
Die Entwicklung wird durch sinkende Technologiekosten begünstigt. Seit 2010 sind die Kosten für große Solaranlagen weltweit um nahezu 90 Prozent gefallen, bei Windkraftanlagen an Land um rund 70 Prozent. In vielen afrikanischen Ländern gelten erneuerbare Energien inzwischen als günstigste Option für neue Stromerzeugungskapazitäten.
Besonders stark wächst der Einsatz dezentraler Systeme. Solaranlagen und Batteriespeicher werden zunehmend direkt bei Bergwerken, Fabriken, Mobilfunkmasten oder privaten Haushalten installiert. Dadurch sinkt letztlich auch die Abhängigkeit von oftmals störanfälligen nationalen Stromnetzen. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass die tatsächliche Verbreitung von Solartechnik möglicherweise sogar deutlich höher ist als offizielle Statistiken vermuten lassen.
Trotz der positiven Entwicklung bleiben Herausforderungen bestehen. Viele staatliche Energieversorger kämpfen mit finanziellen Problemen, wodurch langfristige Investitionen erschwert werden. Zudem liegen die Finanzierungskosten für erneuerbare Projekte in Afrika deutlich über denen wohlhabender Industrieländer. Entwicklungsbanken und internationale Finanzinstitutionen versuchen deshalb mit Krediten, Garantien und Risikoteilungsmodellen zusätzliche Investitionen anzustoßen. Fachleute sehen die größten Hürden inzwischen weniger in der Technik als vielmehr in der Finanzierung und im politischen Willen.
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Über die Hälfte aller Projekte sind PV
Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur AP sprechen dabei jeweils mehrere Faktoren zugunsten dieser Energiequellen: Solar- und Windkraftanlagen können häufig schneller umgesetzt werden, verursachen geringere Kosten und versprechen eine zuverlässigere Stromversorgung. Von der Entwicklung profitiert dabei vor allem auch China.Ein Beispiel für diesen Wandel ist ein Anfang Mai bekannt gegebenes Energieabkommen zwischen China und Sambia im Umfang von 1,5 Milliarden Dollar. Es umfasst drei Kraftwerksprojekte mit jeweils 300 Megawatt Leistung aus Solarenergie, Windkraft und Kohle als Backup-Bestandteil.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Electron Intelligence wurden 2025 in Afrika insgesamt 322 Energieprojekte angekündigt. Mit 173 Vorhaben entfiel mehr als die Hälfte auf Solarenergie. Dahinter folgen Wasserkraft mit 46 und Windenergie mit 34 Projekten. Experten sehen darin einen deutlichen Hinweis auf die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien auf dem Kontinent.
Die Entwicklung wird durch sinkende Technologiekosten begünstigt. Seit 2010 sind die Kosten für große Solaranlagen weltweit um nahezu 90 Prozent gefallen, bei Windkraftanlagen an Land um rund 70 Prozent. In vielen afrikanischen Ländern gelten erneuerbare Energien inzwischen als günstigste Option für neue Stromerzeugungskapazitäten.
Besonders stark wächst der Einsatz dezentraler Systeme. Solaranlagen und Batteriespeicher werden zunehmend direkt bei Bergwerken, Fabriken, Mobilfunkmasten oder privaten Haushalten installiert. Dadurch sinkt letztlich auch die Abhängigkeit von oftmals störanfälligen nationalen Stromnetzen. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass die tatsächliche Verbreitung von Solartechnik möglicherweise sogar deutlich höher ist als offizielle Statistiken vermuten lassen.
Finanzierung teils schwierig
Auch Investoren bevorzugen zunehmend Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Solar- und Windparks können innerhalb weniger Jahre geplant und gebaut werden, während Kohlekraftwerke oft ein Jahrzehnt oder länger bis zur Fertigstellung benötigen. Ein Beispiel ist ein Solar- und Batteriespeicherprojekt für eine große Kupfermine in der Demokratischen Republik Kongo, das innerhalb eines Jahres bereits zu mehr als 80 Prozent umgesetzt wurde.Trotz der positiven Entwicklung bleiben Herausforderungen bestehen. Viele staatliche Energieversorger kämpfen mit finanziellen Problemen, wodurch langfristige Investitionen erschwert werden. Zudem liegen die Finanzierungskosten für erneuerbare Projekte in Afrika deutlich über denen wohlhabender Industrieländer. Entwicklungsbanken und internationale Finanzinstitutionen versuchen deshalb mit Krediten, Garantien und Risikoteilungsmodellen zusätzliche Investitionen anzustoßen. Fachleute sehen die größten Hürden inzwischen weniger in der Technik als vielmehr in der Finanzierung und im politischen Willen.
Zusammenfassung
- Afrika setzt bei neuen Energieprojekten auf Solar, Windkraft und Batteriespeicher statt Kohle
- Sambia und China schlossen ein 1,5-Milliarden-Dollar-Abkommen für Solar- und Windkraftprojekte
- 2025 wurden in Afrika 322 Energieprojekte angekündigt, über die Hälfte davon Solaranlagen
- Die Kosten für Solaranlagen sind seit 2010 weltweit um nahezu 90 Prozent gesunken
- Dezentrale Solarsysteme werden zunehmend direkt bei Verbrauchern wie Bergwerken installiert
- Solar- und Windparks lassen sich deutlich schneller umsetzen als Kohlekraftwerke
- Die hohen Finanzierungskosten und Probleme staatlicher Versorger hemmen langfristige Investitionen
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