Markenpiraten: Birkenstock will 2018 nicht mehr bei Amazon verkaufen
Der Markt mit gefälschten Markenprodukten, die den Kunden als Originalwaren angeboten werden, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nun macht der bekannte Schuhhersteller Birkenstock das Problem mit dem Marktplatz Amazon öffentlich und zieht sich ab 2018 zurück.
Kein direkter Verkauf der bekannten Birkenstock-Latschen ab kommenden Jahr bei Amazon - das haben die aus Neustadt/Wied stammenden Unternehmer beschlossen. Das gilt für ganz Europa und für alle Verkäufe direkt von Birkenstock, also für die Lieferungen, die Birkenstock direkt an Amazon schickt. Der Schritt kommt nicht unbedingt überraschend, denn Birkenstock hat schon seine direkten Geschäftsbeziehungen zu Amazon in den USA gestoppt.
Das Thema Mode-Piraterie ufert bei Amazon demnach zu weit aus, als dass Birkenstock das weiter hinnehmen kann. Für die Kunden und Handelspartner sei die aktuelle Lage kaum noch tragbar. Das "Angebot von Produktfälschungen" bei Amazon widerspreche einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, erklärte Birkenstock gegenüber der Bild am Sonntag, die von der Abkehr von Amazon als erstes berichtete.
Dass bei Amazon immer wieder gefälschte Markenwaren angeboten werden ist kein neues Thema. Zahlreiche Firmen haben Probleme damit - egal ob es Technik, Mode oder auch Lebensmittel sind.
Amazon müsse das Thema dabei sowohl von der Seite des Verbraucherschutzes sehen als auch von der Seite der Markeninhaber - beides bleibe aber seit Jahren auf der Strecke. Amazon hat dabei klare Richtlinien, die den Verkauf von gefälschten Produkten untersagen. Auf der Handelsplattform jedoch alle Verstöße zu ahnden erscheint nahezu aussichtslos.
Siehe auch: Ebay Authenticate - Prüfdienst soll Markenfälschungen erkennen
Das Thema Mode-Piraterie ufert bei Amazon demnach zu weit aus, als dass Birkenstock das weiter hinnehmen kann. Für die Kunden und Handelspartner sei die aktuelle Lage kaum noch tragbar. Das "Angebot von Produktfälschungen" bei Amazon widerspreche einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, erklärte Birkenstock gegenüber der Bild am Sonntag, die von der Abkehr von Amazon als erstes berichtete.
Irreführung der Kunden
"Der weltweit größte Online-Händler ist nicht mit dem nach unseren Maßstäben erforderlichen Engagement an einer vertrauensvollen Beziehung und dem Schutz unserer Kunden vor Irreführung und Täuschung interessiert", so Birkenstock. Seinen Partnern wird man aber keine Einschränkungen auferlegen - Händler die wollen, können Birkenstock noch immer weiter über Amazon verkaufen. Das dürfte auch mit einer kürzlichen Gerichtsentscheidung bei anderen Markenprodukten zu tun haben.Dass bei Amazon immer wieder gefälschte Markenwaren angeboten werden ist kein neues Thema. Zahlreiche Firmen haben Probleme damit - egal ob es Technik, Mode oder auch Lebensmittel sind.
Amazon müsse das Thema dabei sowohl von der Seite des Verbraucherschutzes sehen als auch von der Seite der Markeninhaber - beides bleibe aber seit Jahren auf der Strecke. Amazon hat dabei klare Richtlinien, die den Verkauf von gefälschten Produkten untersagen. Auf der Handelsplattform jedoch alle Verstöße zu ahnden erscheint nahezu aussichtslos.
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