Amazon Key: Alles deutet auf den Service-Flopp des Jahres hin
Ab der kommenden Woche will Amazon seinen neuen Key-Service in der Praxis starten. Doch scheint mit dem neuesten Zustellmodell die Schmerzgrenze der meisten Nutzer des Online-Einkaufes endgültig erreicht - die Wohnungstür soll sich dann doch besser nicht automatisch für den Zusteller öffnen.
In einer Umfrage des US-Magazins Recode erklärten immerhin 58 Prozent der Prime-Abonnenten, dass sie auf keinen Fall auf den neuen Amazon Key-Service zurückgreifen wollen. Diesen hatte das Unternehmen kürzlich vorgestellt. Der Kern des Angebotes besteht aus einem elektronischen Türschloss, für das auch Dienstleister einen Code bekommen können. Der Amazon-Kurier könnte dann beispielsweise bestellte Waren direkt in der Wohnung abstellen, auch wenn niemand zuhause ist.
Lediglich 5 Prozent der Prime-Stammkunden Amazons erklärten demnach, dass sie sich unbedingt ein solches Türschloss zulegen wollen. Das entspricht nur geringfügig mehr als dem Anteil unter allen Nutzern (4 Prozent). Zum Vergleich: Unter allen Nutzern lehnen 61 Prozent den Dienst komplett ab. Und deutlich weniger als ein Drittel der übrigen User wollen zumindest prüfen, ob Amazon Key für sie nicht doch in Frage kommen könnte.
Aber auch konkretere Überlegungen dürften eher gegen den Service sprechen. Immerhin dürfte im schlimmsten Falle eine bis dahin unentdeckte Sicherheitslücke in der Firmware ausreichen, um im Zweifelsfall die Türen einer ganzen Nachbarschaft zu öffnen.
Lediglich 5 Prozent der Prime-Stammkunden Amazons erklärten demnach, dass sie sich unbedingt ein solches Türschloss zulegen wollen. Das entspricht nur geringfügig mehr als dem Anteil unter allen Nutzern (4 Prozent). Zum Vergleich: Unter allen Nutzern lehnen 61 Prozent den Dienst komplett ab. Und deutlich weniger als ein Drittel der übrigen User wollen zumindest prüfen, ob Amazon Key für sie nicht doch in Frage kommen könnte.
Unbehagen dominiert
Die meisten ablehnenden Haltungen dürften aufgrund dessen zustande kommen, dass die Nutzer sich nicht sonderlich wohl damit fühlen, Fremden den Zugang zu ihrer Wohnung zu gestatten - insbesondere, wenn man selbst nicht Zuhause ist. Amazon will auf diesem Wege immerhin auch nicht nur den Weg für die eigenen Zusteller öffnen, sondern auch Dienstleistungen wie die Gebäudereinigung vermarkten.Aber auch konkretere Überlegungen dürften eher gegen den Service sprechen. Immerhin dürfte im schlimmsten Falle eine bis dahin unentdeckte Sicherheitslücke in der Firmware ausreichen, um im Zweifelsfall die Türen einer ganzen Nachbarschaft zu öffnen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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