Amazon Key: Erste gravierende Schwachstelle ist gefunden worden
Das ging schneller als gedacht: Sicherheitsforscher haben bereits die erste Schwachstelle im neuen Amazon Key-System entdeckt. Diese gewährt zwar keinen beliebigen Leuten Zugang über das elektronische Schloss für die Wohnungstür, unterbindet aber, dass der Nutzer prüfen kann, was die Besucher in seiner Abwesenheit tun.
Einen essentiellen Bestandteil des neuen Amazon-Produktes, das in erster Linie Lieferungen ermöglichen soll, wenn der Kunde nicht zuhause ist, stellt eine Webcam dar. Diese soll der Nutzer so anbringen, dass sie die Wohnungstür im Blick behält. Dadurch will der Anbieter gewährleisten, dass der Kunde kontrollieren kann, ob der Lieferant auch wirklich nur kurz das Paket abstellt oder ob er gar anderen Leuten Zugang zur Wohnung gewährt.
Sicherheitsforscher haben nun aber eine Schwachstelle entdeckt, über die die Kamera angegriffen werden kann, berichtet das US-Magazin Wired. Es genügt ein kleines Stück Software, das auf einem Gerät in Reichweite der WLAN-Verbindung gestartet wird. Durch den Exploit wird die Kamera dabei nicht einfach zum Absturz gebracht, was wohl viel zu auffällig wäre. Stattdessen sorgt der Bug dafür, dass das Bild einfriert.
Amazon wurde über das Problem bereits informiert. Das Unternehmen will nun schnellstmöglich ein Sicherheits-Update an die bisherigen Käufer des Key-Systems ausliefern. Angesichts dessen, dass das Produkt gerade erst gestartet wurde, dürften auch noch nicht allzu viele Nutzer mit den angreifbaren Geräten ausgestattet sein. Die Frage ist jedoch wie bei allen vernetzten Elektronik-Produkten, ob sich überhaupt ein relevanter Anteil der Kunden darum kümmert, Firmware-Updates in die Systeme einzuspielen.
Sicherheitsforscher haben nun aber eine Schwachstelle entdeckt, über die die Kamera angegriffen werden kann, berichtet das US-Magazin Wired. Es genügt ein kleines Stück Software, das auf einem Gerät in Reichweite der WLAN-Verbindung gestartet wird. Durch den Exploit wird die Kamera dabei nicht einfach zum Absturz gebracht, was wohl viel zu auffällig wäre. Stattdessen sorgt der Bug dafür, dass das Bild einfriert.
Update soll kommen
Will der Wohnungseigentümer also aus der Ferne kontrollieren, was am Zugang zu seiner Wohnung passiert, sieht er schlicht nur das immer gleiche Bild einer geschlossenen Tür. In dieser Zeit könnten kriminell veranlagte Zusteller sich in Ruhe in der Wohnung umschauen und entweder direkt Dinge entwenden oder besser Vorbereitungen für eine spätere Rückkehr treffen.Amazon wurde über das Problem bereits informiert. Das Unternehmen will nun schnellstmöglich ein Sicherheits-Update an die bisherigen Käufer des Key-Systems ausliefern. Angesichts dessen, dass das Produkt gerade erst gestartet wurde, dürften auch noch nicht allzu viele Nutzer mit den angreifbaren Geräten ausgestattet sein. Die Frage ist jedoch wie bei allen vernetzten Elektronik-Produkten, ob sich überhaupt ein relevanter Anteil der Kunden darum kümmert, Firmware-Updates in die Systeme einzuspielen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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