Die NSA und US-Militärs haben Angst vor Chinas Supercomputern

China, Supercomputer, Tianhe-2 Bildquelle: Supercomputing-Zentrum Guangzhou
Die beiden US-Behörden, die am stärksten von der Entwicklung von Supercomputern abhängen, haben inzwischen ordentlich Angst vor China. Die Fortschritte des asiatischen Landes in dem Segment seien eine direkte Gefahr für die nationale Sicherheit der USA, so das Fazit einer aktuellen Analyse. China steht seit einiger Zeit regelmäßig an der Spitze der Top 500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer - und dies mit einigem Abstand. Während die ersten Systeme der Chinesen dabei zumindest noch auf Technologien basierten, die aus den USA stammten, wechselte man inzwischen beispielsweise auf Prozessoren aus eigener Entwicklung und macht sich daran, den aktuell heiligen Gral des Supercomputings zu knacken und den ersten Rechner im Exascale-Bereich zu bauen.

Das ruft nun US-Behörden wie die NSA und das Energieministerium mit etwas panischen Reaktionen auf den Plan. In einer Analyse kommen diese laut einem Bericht der ComputerWorld zu dem Schluss, dass es für die USA in verschiedenen Bereichen äußerst riskant ist, wenn die technologische Vorherrschaft im Supercomputing von den Chinesen eingenommen wird.

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Es geht dabei nicht einfach nur um einen Status, der wirtschaftliche Bedeutung hat. Am Stand des Supercomputings hängen auch Fortschritte in diversen Forschungsbereichen. Das US-Energieministerium ist so beispielsweise auch die zentrale Instanz für die Entwicklung von Atomwaffen, wobei Simulationen von Kernreaktionen in Supercomputern eine entscheidende Rolle spielen. Und der NSA ist natürlich bewusst, dass die Sicherheit vieler kryptographischer Verfahren letztlich von den Rechenfähigkeiten eines Angreifers abhängt.

China weiß um die Bedeutung

Wie in der Analyse ausgeführt wird, hat das Supercomputing in China unter allen dort Beteiligten eine sehr klare Stellung. Dort sei man sich bewusst, dass es die wichtigste strategische Technologie ist, um die eigene Milliarden-Bevölkerung auf einen höheren Lebensstandard und das Land vom Status des Billig-Produzenten für die ganze Welt wegzubringen.

Die Analyse kommt daher zu dem Schluss, dass die USA verstärkte Anstrengungen unternehmen müssten, um sich wieder an die Spitze des Supercomputings zu bringen. Das würde bedeuten, dass dem Bereich auch hinsichtlich der staatlichen Investitionen wieder eine deutlich höhere Priorität eingeräumt wird. Dabei ist bemerkenswert, dass die Tagung, deren Ergebnis dieser Bericht nun ist, bereits im September letzten Jahres stattfand - also lange vor der Entscheidung in der US-Präsidentschaftswahl und der nun aufkommenden Entwicklung hin zu massiven Budget-Kürzungen für wichtige Bereiche des Supercomputings.

USA: Exascale-Supercomputing soll anlaufen ...doch nun kommt Trump China, Supercomputer, Tianhe-2 China, Supercomputer, Tianhe-2 Supercomputing-Zentrum Guangzhou
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