USA: Exascale-Supercomputing soll anlaufen - doch nun kommt Trump
In den USA sollen aktuell zwei Projekte zum Bau der beiden ersten Exascale-Supercomputer angeschoben werden. Dafür sind jeweils Etats im dreistelligen Millionen-Dollar-Bereich vorgesehen. Die neu gewählte Regierung bereitet den Wissenschaftlern nun allerdings Sorgen.
Exascale-Systeme sind der nächste große Schritt im Supercomputing. Wenn die Leistung von mehr als 1 Exa-FLOPS zur Verfügung steht, werden Berechnungen möglich, die heute in dieser Form noch nicht denkbar sind. Das soll in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft enorme Fortschritte bringen. So lassen sich zum Beispiel Klimamodelle mit deutlich höheren Auflösungen oder bestimmte Simulationen chemischer Reaktionen nur mit einer solchen Performance bewältigen.
Aktuell will das US-Energieministerium, das auch für den Betrieb staatlicher Hochleistungsrechner zuständig ist, zwei Ausschreibungen an den Start bringen. Das Ziel besteht darin, dass zwei unterschiedliche Hersteller ab dem Jahr 2019 mit der konkreten Konstruktion von Exascale-Systemen beginnen. Diese sollen dann spätestens 2023 in Betrieb gehen - einer der beiden vielleicht auch schon ein Jahr früher. Für jedes Projekt sind 200 Millionen bis 300 Millionen Dollar vorgesehen.
Trump ist beispielsweise dem Lager jener zuzurechnen, die entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse schlicht leugnen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Einer der bekanntesten Vertreter dieser These wird sogar als neuer Chef der US-Umweltbehörde in Stellung gebracht. Insofern befürchtet man in der Wissenschafts-Community, dass die neue Regierung vielleicht Gelder streichen wird, mit denen unter anderem Computer zur besseren Erforschung der Klima-Entwicklung finanziert werden sollen.
Allerdings gibt es auch einen Notfall-Plan. Die Supercomputing-Szene der USA könnte versuchen, die Projekte über Argumente wirtschaftlicher Vorteile zu retten. Denn die technischen Fortschritte, die bei der Entwicklung solcher Systeme gemacht werden, wirken sich auch auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der IT-Industrie aus. Wenn die US-Unternehmen hier nicht vorn dabei sind, werden sie mit Sicherheit schnell vom großen Konkurrenten China überholt, wo immer größere Summen in die Wissenschaft investiert werden.
Siehe auch: Supercomputer: Deutschland holt mächtig auf
Aktuell will das US-Energieministerium, das auch für den Betrieb staatlicher Hochleistungsrechner zuständig ist, zwei Ausschreibungen an den Start bringen. Das Ziel besteht darin, dass zwei unterschiedliche Hersteller ab dem Jahr 2019 mit der konkreten Konstruktion von Exascale-Systemen beginnen. Diese sollen dann spätestens 2023 in Betrieb gehen - einer der beiden vielleicht auch schon ein Jahr früher. Für jedes Projekt sind 200 Millionen bis 300 Millionen Dollar vorgesehen.
Wissenschafts-Feinde am Werk
Während die technische Entwicklung auf dem Weg ist, einen Erfolg möglich zu machen, kam nun allerdings eine neue große Unbekannte ins Spiel: Die neue US-Administration. Im Wahlkampf spielte das Thema Supercomputing auf Seiten des kommenden Präsidenten Donald Trump faktisch keine Rolle. Unklar ist auch, ob die Finanzierung der Projekte nicht doch noch zusammengestrichen wird. Denn Trump und seine Unterstützer haben schon recht klar gemacht, dass sie mit Wissenschaft nicht allzu viel am Hut haben.Trump ist beispielsweise dem Lager jener zuzurechnen, die entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse schlicht leugnen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Einer der bekanntesten Vertreter dieser These wird sogar als neuer Chef der US-Umweltbehörde in Stellung gebracht. Insofern befürchtet man in der Wissenschafts-Community, dass die neue Regierung vielleicht Gelder streichen wird, mit denen unter anderem Computer zur besseren Erforschung der Klima-Entwicklung finanziert werden sollen.
Allerdings gibt es auch einen Notfall-Plan. Die Supercomputing-Szene der USA könnte versuchen, die Projekte über Argumente wirtschaftlicher Vorteile zu retten. Denn die technischen Fortschritte, die bei der Entwicklung solcher Systeme gemacht werden, wirken sich auch auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der IT-Industrie aus. Wenn die US-Unternehmen hier nicht vorn dabei sind, werden sie mit Sicherheit schnell vom großen Konkurrenten China überholt, wo immer größere Summen in die Wissenschaft investiert werden.
Siehe auch: Supercomputer: Deutschland holt mächtig auf
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Christian Kahle
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