UniCC: Größter Dark Web-Marktplatz für Kreditkarten macht dicht

Der Handel mit gestohlenen Kreditkarten ist ein überaus gut laufendes Geschäft. Eine zentrale Rolle in diesem illegalen Business spielte seit dem Jahr 2013 die Plattform UniCC. Doch deren Betreiber machten sich aus dem Staub - wohl als Millionäre. Das als "Carding" bekannt Geschäft ist eines der wohl lukrativsten in den illegalen Ecken des Internets. Die gestohlenen Kreditkarten werden natürlich für betrügerische Zwecke eingesetzt, genauer gesagt um nicht autorisierte Transaktionen durchzuführen, Karten zu klonen und um Identitätsdiebstahl durchzuführen.

Doch die Kriminellen, die in diesem Geschäft tätig sind, müssen sich nun erneut eine neue Plattform suchen. Denn die Macher von UniCC haben sich aus dem Staub gemacht - und das nach fast einem Jahrzehnt. Hierfür wurde in gleich mehreren einschlägigen Foren eine Nachricht veröffentlicht, in Russisch und in Englisch.

Wie das auf Blockchain spezialisierte Analyse-Unternehmen Elliptic schreibt (via BBC) heißt es darin: "Unser Team geht in den Ruhestand. Danke an alle, die seit Jahren zu uns gehören. Den treuen Partnern, Kunden und Kollegen, die uns in vielerlei Hinsicht unterstützt haben, würde ich einzeln danken, aber das wäre nicht professionell. Wenn ich oder einige unserer Teammitglieder Ihre Erwartungen enttäuscht haben - es tut uns wirklich leid."

Comeback ausgeschlossen

Allerdings schreiben die nunmehr ehemaligen Betreiber, dass man sich keine Verschwörungen dazu ausdenken sollte, die Gründe für den Abgang seien "Gesundheit und Alter des Teams". Alle dort tätigen Nutzer haben zehn Tage Zeit bekommen, um ihre Geschäfte abzuziehen, die Betreiber warnen auch schon im Voraus, dass niemand Fakes glauben sollte, die ein Comeback der Plattform versprechen.

Laut Elliptic hat UniCC seit dem Start im Jahr 2013 rund 358 Millionen Dollar Umsatz geschrieben, dabei kamen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin und Dash zum Einsatz. Der Schluss liegt nahe, dass die Hintermänner rechtzeitig den Absprung geschafft haben und nun versuchen werden, ihren Gewinne zu Cash zu verwandeln und abzutauchen. In den vergangenen Monaten haben übrigens zahlreiche solche Marktplätze freiwillig aufgegeben, darunter der frühere Marktführer Joker's Stash.


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