Supercomputing: USA jetzt auch noch von kleinem Bergstaat überholt
Während die Spannung im Supercomputing-Wettrennen zwischen China und den USA immer knisternder wurde, haben die weltweit bekannten aber in dieser Kategorie unterschätzten Präzisionsmechaniker aus dem zentraleuropäischen Bergland sich klammheimlich mit an die Spitze geschoben.
In der neuesten Ausgabe der 500 weltweit schnellsten Rechner steht plötzlich die Schweiz auf dem dritten Rang. Gemessen an der Größe und Wirtschaftskraft des Landes dürfen sich die Eidgenossen ein wenig als Sieger fühlen. Unterstützung bekamen sie dabei unter anderem vom Chiphersteller Nvidia, der seine neuesten Tesla P100 für die Aufrüstung des Computers Piz Daint lieferte. Das verbesserte System kommt so nun auf eine Rechenleistung von 19,6 Petaflops.
Die neueste Top500-Liste dürfte insbesondere für die USA eine ziemliche Schmach darstellen. Da will man die führende IT-Nation sein, kommt aber schon seit längerer Zeit in der Spitze nicht mehr mit der Großmacht China mit, die in den letzten Jahren enorme Fortschritte machte. Und nun muss man auch noch mit ansehen, wie ein kleines Land aus Europa einfach mal vorbeizieht. Denn der beste Computer in den USA kommt nun nur noch auf den vierten Platz. Es ist der Titan am Oak Ridge National Laboratory, der es auf 17,59 Petaflops bringt.
Allerdings stellen die aktuellen Leistungsdaten im Gesamtbild auch nur einen vorübergehenden Zwischenstand dar. Denn die Supercomputing-Branche arbeitet im Hintergrund an zahlreichen komplett neuen Technologien, die den nächsten großen Schritt im Computing-Zeitalter einläuten sollen: In absehbarer Zeit will man die ersten Exascale-Systeme in Betrieb nehmen, die mit Leistungen von mehr als einem Exaflops Aufgaben berechnen sollen, an die man sich heute noch nicht herantrauen kann.
Die neueste Top500-Liste dürfte insbesondere für die USA eine ziemliche Schmach darstellen. Da will man die führende IT-Nation sein, kommt aber schon seit längerer Zeit in der Spitze nicht mehr mit der Großmacht China mit, die in den letzten Jahren enorme Fortschritte machte. Und nun muss man auch noch mit ansehen, wie ein kleines Land aus Europa einfach mal vorbeizieht. Denn der beste Computer in den USA kommt nun nur noch auf den vierten Platz. Es ist der Titan am Oak Ridge National Laboratory, der es auf 17,59 Petaflops bringt.
China um Längen vorn
Während man an der Schweiz sicherlich wieder mit etwas Engagement vorbeiziehen kann, wird der Kampf um die Vorherrschaft mit China schon schwieriger. Denn die dortigen Spitzen-Systeme liegen nicht nur um einige Petaflops, sondern wortwörtlich um einige Größenordnungen vorn. Auf dem Zweiten Platz findet sich weiterhin der Tianhe-2 wieder, der eine Leistung von 33,86 Petaflops schafft. Und während dieser noch mit Intel-Prozessoren ausgestattet war, kommt China mit dem Sunway TaihuLight und seinen selbst entwickelten Sunway-Prozessoren auf satte 93 Petaflops.Allerdings stellen die aktuellen Leistungsdaten im Gesamtbild auch nur einen vorübergehenden Zwischenstand dar. Denn die Supercomputing-Branche arbeitet im Hintergrund an zahlreichen komplett neuen Technologien, die den nächsten großen Schritt im Computing-Zeitalter einläuten sollen: In absehbarer Zeit will man die ersten Exascale-Systeme in Betrieb nehmen, die mit Leistungen von mehr als einem Exaflops Aufgaben berechnen sollen, an die man sich heute noch nicht herantrauen kann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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