Reaktion auf Trump: Apple rechnet US-Fertigung des iPhones durch
Angesichts der neuen politischen Vorzeichen in den USA hat man bei Apple wohl schon reagiert. Die beiden wichtigsten Auftragshersteller in Asien wurden damit betraut zu prüfen, was eine Verlagerung der iPhone-Produktion in die USA bedeuten würde.
"Apple hat Foxconn und Pegatron, die beiden iPhone-Produzenten, im Juni gebeten, eine Produktion von iPhones in den USA zu prüfen", zitiert das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei Asian Review eine nicht namentlich genannte Quelle. Foxconn sei dem nachgekommen, bei Pegatron habe man hingegen gleich abgewunken, da man es aufgrund der Kosten ohnehin nicht für machbar hält.
Besonders begeistert ist man bei Foxconn allein schon von der Idee nicht. Denn im Groben war das Ergebnis recht vorhersehbar: Man kam zu dem Schluss, dass es die Fertigungskosten mehr als verdoppeln würden, wenn die Produktion in den USA zu erfolgen hätte. Nach Schätzungen von Marktforschern kosten die Komponenten des aktuellen iPhone 7 und ihre Endmontage bei den Auftragsherstellern rund 225 Dollar bei der 32-Gigabyte-Version. Nimmt man an, dass der Gewinn-Anteil, aus dem allerdings noch diverse andere Kosten wie die Software-Entwicklung, der Support oder die Vermarktung bezahlt werden müssen, in etwa gleich bleibt, dürfte ein neues Apple-Smartphone Made in USA also schon deutlich in Richtung Tausend-Dollar-Marke tendieren.
Die höheren Kosten entstünden dabei nicht einfach aufgrund des höheren Lohn-Niveaus. Die gesamte Arbeitsweise müsste auf die Gegebenheiten in den USA umgestellt werden - soweit dies überhaupt möglich wäre. Apple-Chef Tim Cook hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass man schon ein gewaltiges Problem hätte, die benötigten Arbeitskräfte überhaupt zusammenzubekommen. Denn wenn bei Foxconn die Vorbereitungen auf den Verkaufsstart eines neuen Modells laufen, sind damit hunderttausende Mitarbeiter beschäftigt - solche Konzentrationen sind in den USA derzeit gar nicht denkbar, so dass man wohl sehr viele - für asiatische Verhältnisse kleine - Betriebe über das ganze Land verstreuen müsste. Mit entsprechenden Folgen für die Kosten bei der Logistik und der Koordinierung des Prozesses.
Nach den Ergebnissen der Prüfung dürfte selbst ein solcher Zoll die Produktion der Geräte in China noch immer billiger machen. Ganz zu schweigen von weitergehenden Problemen, die noch gar nicht im Detail in die Sache einberechnet sind. "Die Herstellung des iPhones erfordert auch eine ganze Menge an Zulieferern in der unmittelbaren Umgebung - und diese gibt es in den USA derzeit einfach nicht", erklärte ein Industrievertreter, der mit der Produktion der Geräte vertraut ist.
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Besonders begeistert ist man bei Foxconn allein schon von der Idee nicht. Denn im Groben war das Ergebnis recht vorhersehbar: Man kam zu dem Schluss, dass es die Fertigungskosten mehr als verdoppeln würden, wenn die Produktion in den USA zu erfolgen hätte. Nach Schätzungen von Marktforschern kosten die Komponenten des aktuellen iPhone 7 und ihre Endmontage bei den Auftragsherstellern rund 225 Dollar bei der 32-Gigabyte-Version. Nimmt man an, dass der Gewinn-Anteil, aus dem allerdings noch diverse andere Kosten wie die Software-Entwicklung, der Support oder die Vermarktung bezahlt werden müssen, in etwa gleich bleibt, dürfte ein neues Apple-Smartphone Made in USA also schon deutlich in Richtung Tausend-Dollar-Marke tendieren.
Die höheren Kosten entstünden dabei nicht einfach aufgrund des höheren Lohn-Niveaus. Die gesamte Arbeitsweise müsste auf die Gegebenheiten in den USA umgestellt werden - soweit dies überhaupt möglich wäre. Apple-Chef Tim Cook hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass man schon ein gewaltiges Problem hätte, die benötigten Arbeitskräfte überhaupt zusammenzubekommen. Denn wenn bei Foxconn die Vorbereitungen auf den Verkaufsstart eines neuen Modells laufen, sind damit hunderttausende Mitarbeiter beschäftigt - solche Konzentrationen sind in den USA derzeit gar nicht denkbar, so dass man wohl sehr viele - für asiatische Verhältnisse kleine - Betriebe über das ganze Land verstreuen müsste. Mit entsprechenden Folgen für die Kosten bei der Logistik und der Koordinierung des Prozesses.
Reaktion auf Trumps Gepolter
Dass sich Apple mit dem Thema beschäftigt, ist angesichts des Wahlausgangs durchaus nachvollziehbar. Der neu gewählte Präsident Donald Trump hatte sich beispielsweise viele Stimmen unter den arbeitslos gewordenen Industriearbeitern gesichert, indem er die Folgen der Globalisierung anprangerte. "Wir werden dafür sorgen, dass Apple seine verdammten Computer und andere Dinge in diesem Land und nicht in anderen Ländern baut", hatte Trump beispielsweise einmal erklärt und angekündigt, den Konzern mit Einfuhrzöllen von 45 Prozent dazu zu zwingen.Nach den Ergebnissen der Prüfung dürfte selbst ein solcher Zoll die Produktion der Geräte in China noch immer billiger machen. Ganz zu schweigen von weitergehenden Problemen, die noch gar nicht im Detail in die Sache einberechnet sind. "Die Herstellung des iPhones erfordert auch eine ganze Menge an Zulieferern in der unmittelbaren Umgebung - und diese gibt es in den USA derzeit einfach nicht", erklärte ein Industrievertreter, der mit der Produktion der Geräte vertraut ist.
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