Interne Popularität: Microsoft-CEO Nadella schlägt Ballmer (und wie)

Bei so manchen Endkunden und sicherlich auch unseren Lesern ist der dritte Chief Executive Officer der Microsoft-Geschichte umstritten und vielleicht sogar unbeliebt. Intern genießt Satya Nadella die Rückendeckung fast aller Mitarbeiter, er ist ungemein populär. Seinen Vorgänger Steve Ballmer schlägt er ganz klar.
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Satya Nadella pflegt natürlich einen völlig anderen Stil als sein Vorgänger bei Microsoft, Steve Ballmer: Letzterer machte sich mit großer Begeisterung und ohne jegliche Hemmungen gerne zum Affen (deshalb auch sein Spitzname "Monkey Boy"), Nadella ist hingegen ein ruhiger, besonnener und stets freundlicher CEO.

Seine Entscheidungen sind jedoch bei vielen unseren Lesern nicht so beliebt, auch wenn sie wirtschaftlich jeden erdenklichen Sinn ergeben. Denn Nadella hat die Mobilabteilung des Unternehmens auf das absolute Minimum eingedampft, den De-Facto-Tod der Lumias und der Smartphone-Sparte nehmen ihm viele immer noch übel. Außerdem kommen so manche mit dem verstärkten Unternehmensfokus der Nadella-Strategie nicht klar, auch wenn man keinesfalls davon sprechen kann, dass das Endkundengeschäft aufgegeben wird.

Steve Ballmer kündigt Rücktritt anSteve Ballmer kündigt Rücktritt anSteve Ballmer kündigt Rücktritt anSteve Ballmer kündigt Rücktritt an
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Zehn Prozent über dem Schnitt

In Redmond selbst hat aber kaum ein Mitarbeiter Zweifel am Chef: Nadella hat laut Business Insider (via MSPowerUser) traumhafte Zustimmungswerte, 88 Prozent der "Microsofties" sind mit ihrem CEO zufrieden. Zum Vergleich: Kurz vor seinem Abgang kam Steve Ballmer auf 51 Prozent Zustimmung. Vergleichswerte zu Bill Gates gibt es keine, denn diese Zustimmung wird vom Analyse-Unternehmen UBS erst seit 2012 erfasst.

UBS liefert dafür aber aktuelle Vergleichswerte zu anderen Unternehmen: So platziert sich Nadella mit seinen 88% etwa zehn Prozent über dem Industrieschnitt und schlägt sogar erstmals Apple bzw. Tim Cook.

Über die Gründe, warum Nadella so beliebt ist, kann man teils nur spekulieren. Geld und der steigende Aktienkurs (viele Mitarbeiter werden mit Aktien entlohnt) spielt hier sicherlich eine Rolle. Das ist für die UBS-Analysten aber gewissermaßen zweitranging, da man das generell als Zeichen wertet, dass "MSFT wieder ein Ziel für die Top-Talente" des Technikgeschäfts geworden ist.


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