Vergesst Schach und Go: Lernende KI schlägt Menschen jetzt in Doom
Die Erfolge der Entwickler von Künstlichen Intelligenzen (KI), die mit ihrer Software Menschen im Schach und in Go schlugen, sind selbst für Schwarzseher wenig beunruhigend. Doch nun gibt es ein System, das menschlichen Spielern in den virtuellen Kampfgebieten von "Doom" überlegen ist.
Entwickelt wurde das System von zwei Studenten der Carnegie Mellon University, die es als Forschungsarbeit veröffentlicht haben. Nachdem sie vier Monate Arbeit investiert hatten, schickten sie ihr Programm bei VizDoom an den Start - einem KI-Turnier in dem klassischen Shooter. Dort schnitt es bereits recht gut gegen andere Bots ab, die in die düstere Welt des Spieleklassikers geschickt wurden.
Die KI der beiden Studenten beruht dabei allerdings auf den neueren Algorithmen für das maschinelle Lernen. Das System analysiert dafür direkt, was auf dem Bildschirm passiert. Es lernt also im Grunde, Doom auf dem gleichen Wege immer besser zu spielen als ein menschlicher Nutzer. Für die Software liegt so im Grunde auch nur ein marginaler Unterschied zwischen den Doom-Leveln und einer Abbildung der realen Welt durch eine Kamera.
Eine der entscheidenden Erkenntnisse, die die KI bei ihren Anläufen hatte, Doom zu meistern, war die Tatsache, dass sie schlechter getroffen wird, wenn sie in Deckung geht. Das ist für Menschen ein recht banaler Schluss - allerdings sieht das bei einer KI, die ja nicht auf unsere bereits beim Spielstart vorhandene Alltags-Erfahrung zurückgreifen kann, deutlich anders aus.
Die beiden Entwickler wollen ihr System als nächsten Schritt nun auf Quake loslassen. Die 3D-Umgebung ist in diesem Spiel bereits wesentlich komplexer als in Doom, das im Jahr 1993 noch auf sehr bescheidene Mittel zurückgreifen musste. Wenn die KI sich dort ebenso gut schlägt, dürften die Programmierer wohl immer weitergehen und irgendwann zumindest in Open World-Spielen ankommen.
Die KI der beiden Studenten beruht dabei allerdings auf den neueren Algorithmen für das maschinelle Lernen. Das System analysiert dafür direkt, was auf dem Bildschirm passiert. Es lernt also im Grunde, Doom auf dem gleichen Wege immer besser zu spielen als ein menschlicher Nutzer. Für die Software liegt so im Grunde auch nur ein marginaler Unterschied zwischen den Doom-Leveln und einer Abbildung der realen Welt durch eine Kamera.
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Christian Kahle
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