GP1-Serie: Kioxia stellt "schnellste" SSD der Welt mit 10 Mio. IOPS vor
Die Speichertechnologie für KI macht einen großen Sprung. Eine neue SSD von Kioxia erreicht ganze zehn Millionen Zugriffe pro Sekunde. Die nächste Generation soll diesen Wert sogar noch einmal um das Zehnfache übertreffen.
Die erste Generation nutzt den Standard PCIe 6.0 und dient als direkte Speichererweiterung für Grafikprozessoren, da schneller HBM-Speicher von Grafikkarten teuer und stark in der Kapazität limitiert ist. Zukünftige Modelle sollen die Geschwindigkeit noch einmal um das Zehnfache übertreffen und auf satte 100 Millionen Operationen kommen. Erste Testmuster der SSD sollen Unternehmenskunden bis Ende 2026 erreichen.
Wie Kioxia mitteilt, nutzt die Hardware einen speziellen SLC-Flashspeicher, um die enorm hohen IOPS zu erreichen. Das Laufwerk speichert nur ein Bit pro Zelle, was die Lebensdauer und Reaktionszeit spürbar verbessert. Die Modelle erreichen dem Hersteller zufolge eine Latenz von unter fünf Mikrosekunden und bieten eine Haltbarkeit von 50 vollständigen Überschreibungen pro Tag. Das ist ein extremer Wert in der Industrie. Der Nachteil ist voraussichtlich aber ein enorm hoher Preis.
Eine hohe Lesegeschwindigkeit transportiert große Dateien schnell, während hohe IOPS-Werte viele winzige Dateien fast verzögerungsfrei bereitstellen. Obwohl die GP1 bei der reinen Datenrate mit etwa fünf Gigabyte pro Sekunde hinter Endkundenmodellen zurückbleibt, verarbeitet das System Millionen kleine Anfragen parallel und ist damit für KI optimiert.
Nutzt ihr in euren privaten Rechnern bereits Laufwerke mit dem neuesten PCIe-Standard oder reicht euch ältere Hardware? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen unten in den Kommentaren! Siehe auch:
- Kioxia stellt die GP1-SSD mit zehn Millionen IOPS für KI-Systeme vor
- Die Neuentwicklung nutzt PCIe 6.0 und schnellen SLC-Flashspeicher
- Mit unter fünf Mikrosekunden bietet die SSD extrem kurze Latenzen
- Erste Testmuster der GP1 sollen bis Ende 2026 an Kunden gehen
- Das Konzept knüpft an die eingestellten Optane-SSDs von Intel an
Neue Speicher für KI-Systeme
Speicherhersteller Kioxia hatte letztes Jahr die weltweit erste SSD mit fast 250 Terabyte Speicherkapazität vorgestellt und bietet mit seinen mobilen Speicherchips auf Basis der UFS-5.0-Technologie Übertragungsraten von mehr als 10 Gigabyte pro Sekunde. Jetzt sorgt ein weiteres neues Produkt des Unternehmens für Aufsehen. So hat der japanische Hersteller schon Anfang des Monats seine GP1-SSD auf einer kalifornischen Fachmesse vorgestellt. Mit rund zehn Millionen Ein- und Ausgabebefehlen pro Sekunde (IOPS) ist die GP1 die "schnellste" SSD der Welt. Sie wurde speziell für Rechenzentren entwickelt, um Engpässe bei der Verarbeitung von Daten für künstliche Intelligenz zu beheben.Die erste Generation nutzt den Standard PCIe 6.0 und dient als direkte Speichererweiterung für Grafikprozessoren, da schneller HBM-Speicher von Grafikkarten teuer und stark in der Kapazität limitiert ist. Zukünftige Modelle sollen die Geschwindigkeit noch einmal um das Zehnfache übertreffen und auf satte 100 Millionen Operationen kommen. Erste Testmuster der SSD sollen Unternehmenskunden bis Ende 2026 erreichen.
Wie Kioxia mitteilt, nutzt die Hardware einen speziellen SLC-Flashspeicher, um die enorm hohen IOPS zu erreichen. Das Laufwerk speichert nur ein Bit pro Zelle, was die Lebensdauer und Reaktionszeit spürbar verbessert. Die Modelle erreichen dem Hersteller zufolge eine Latenz von unter fünf Mikrosekunden und bieten eine Haltbarkeit von 50 vollständigen Überschreibungen pro Tag. Das ist ein extremer Wert in der Industrie. Der Nachteil ist voraussichtlich aber ein enorm hoher Preis.
Unterschied zu Consumer-SSDs
Herkömmliche Consumer-SSDs für Endanwender setzen meist auf TLC-Speicher. Dabei werden drei Bits pro Zelle gespeichert, was die Speicherdichte erhöht, aber die Lebensdauer verringert. Sie sind auf hohe sequenzielle Schreib- und Lesegeschwindigkeiten optimiert und erreichen oft über zehn Gigabyte pro Sekunde, aber nur etwa zwischen einer und zwei Millionen IOPS. Die GP1 arbeitet hingegen mit winzigen Datenblöcken von 512 Byte, was deutlich mehr IOPS ermöglicht.Eine hohe Lesegeschwindigkeit transportiert große Dateien schnell, während hohe IOPS-Werte viele winzige Dateien fast verzögerungsfrei bereitstellen. Obwohl die GP1 bei der reinen Datenrate mit etwa fünf Gigabyte pro Sekunde hinter Endkundenmodellen zurückbleibt, verarbeitet das System Millionen kleine Anfragen parallel und ist damit für KI optimiert.
Erbe der Optane-Laufwerke
Das technische Konzept dahinter erinnert an die Optane-Laufwerke von Intel, deren Produktion im Jahr 2022 eingestellt wurde. Optane basierte auf der 3D-XPoint-Technologie, die extrem niedrige Latenzen bot. Die GP1 schließt nun die durch die Einstellung entstandene Lücke auf dem Markt.Nutzt ihr in euren privaten Rechnern bereits Laufwerke mit dem neuesten PCIe-Standard oder reicht euch ältere Hardware? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen unten in den Kommentaren! Siehe auch:
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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