Keine Freigabe: Apple verzögert Spotify-Update für iOS-App
"Apple nutzt den Freigabeprozess für Apps als Waffe" schreibt der Rechtsanwalt des Musikstreamingdienstes Spotify in einer Beschwerde an den iPhone-Hersteller. Es geht dabei um die Ablehnung eines Updates, nach dem Apple zur WWDC neue Richtlinien bekannt gegeben hatte.
Bereits am 26. Juni startet demnach der Briefwechsel zwischen Spotify-Anwalt Horacio Gutierrez und Apples obersten Rechtsberater Bruce Sewell. Darin heißt es, Apple würde Spotify mit der Ablehnung eines eingereichten App-Updates ernsthaft schaden und natürlich auch den Spotify-Nutzern alles andere als einen guten Dienst erweisen, wenn man Update-Prozesse so behindere.
Apple wollte diese Aktion laut Medienberichten boykottieren und forderte Spotify auf, wieder die iTunes-Abrechnungsmethode zu verwenden. So würde Apple von den Einnahmen der zahlreichen iOS-Nutzer bei Spotify gleich einmal schlanke 30 Prozent abbekommen - und genau das schmeckt Spotify natürlich überhaupt nicht.
Wie Recode weiter berichtet, will Spotify den Vorgang derzeit nicht offiziell kommentieren. Apple hat bislang nicht auf die Anfrage von Recode für eine Stellungnahme geantwortet.
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Apple will an Spotify verdienen, Spotify will das nicht
Der Ablehnungsgrund für das App-Update ist laut der Newsseite Recode der Verzicht von Spotify - der wohl besser die Weigerung - Apples eigenes Abrechnungssystem für die In-App-Käufe für Neukunden und Abos zu nutzen. Vorausgegangen war ein Streit um eine Werbeaktion von Spotify, bei der iPhone-Nutzer drei Monate Streaming für nur drei US-Dollar buchen konnten, wenn sie nicht in der App, sondern direkt auf der Webseite des Dienstes buchten.Apple wollte diese Aktion laut Medienberichten boykottieren und forderte Spotify auf, wieder die iTunes-Abrechnungsmethode zu verwenden. So würde Apple von den Einnahmen der zahlreichen iOS-Nutzer bei Spotify gleich einmal schlanke 30 Prozent abbekommen - und genau das schmeckt Spotify natürlich überhaupt nicht.
Wettbewerbsverzerrung?
Spotify und Apple Music sind direkte Konkurrenten im Streaming-Business, auch wenn Spotify soweit bekannt noch immer deutlich mehr Nutzer hat als der neue Apple-Service. Dadurch hat die Update-Ablehnung einen ganz schlechten Beigeschmack, oder wie es der Spotify-Anwalt ausdrückt: "Dieses jüngste Beispiel wirft ernsthafte Bedenken sowohl unter US-und EU-Wettbewerbsrecht auf. Es setzt das beunruhigende Verhaltensmuster von Apple fort, Konkurrenz auszuschließen und die Wettbewerbsfähigkeit von Spotify auf iOS zu verringern…. wir können nicht tatenlos zusehen, wie Apple den App Store Genehmigungsprozess als Waffe einsetzt, um Schaden bei den Konkurrenten herbeizuführen."Wie Recode weiter berichtet, will Spotify den Vorgang derzeit nicht offiziell kommentieren. Apple hat bislang nicht auf die Anfrage von Recode für eine Stellungnahme geantwortet.
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