HoloLens: Die Hardware-Spezifikationen sind wenig beeindruckend

Microsofts "Mixed Reality"-Headset wird seit kurzem ausgeliefert, die Nachfrage ist riesig, was zur Folge hat, dass so mancher lange auf sein Exemplar warten muss. Der Preis von 3000 Dollar für die Entwickler-Version scheint kaum jemanden abzuschrecken. Viele fragen sich aber auch, warum HoloLens eigentlich so viel kostet. An der Computing-Hardware kann es jedenfalls nicht liegen.
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3000 Dollar sind für normalsterbliche Nutzer geradezu unerschwinglich, das Dev-Kit von HoloLens ist also in der Tat für Firmenkunden und professionelle Entwickler interessant. Immerhin werden die ersten Exemplare bereits ausgeliefert, das hat auch zur Folge, dass die Geräte auch genauestens untersucht werden, um herauszufinden, was denn eigentlich drinsteckt.

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"Tablet auf dem Kopf"

Das hat Windows Central gemacht und per System-Diagnose-Anwendung (AIDA64 Mobile) analysiert, welche Hardware Microsoft in sein Headset verbaut. Und man hat auch hier "überraschenderweise" herausgefunden, dass keine Komponente "nicht von dieser Welt" ist. Unser Hardware-Experte Roland Quandt fasste das auf Twitter folgendermaßen zusammen: "Im Grunde ist HoloLens ein billiges Tablet, das man auf dem Kopf trägt."


Als CPU kommt nämlich ein recht simpler Intel Atom x5-Z8100 zum Einsatz, der Quad-Core-Prozessor (Intel Airmont, 14nm) ist mit 1,04 GHz getaktet. Als herkömmliche GPU liegt eine Einheit mit der ID 8086h vor. Der dedizierte Video-Speicher beträgt 114 MB, dazu kommt eine Shared System Memory von 980 MB.

Erwähnenswert ist sicherlich, dass der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, das eingesetzte Windows 10 aber in 32-Bit vorliegt. Der Arbeitsspeicher kommt auch deshalb mit zwei Gigabyte aus, intern sind es 64 GB (54,09 GB verfügbar). Der Akku bietet 16,500 mWh. Das große Fragezeichen ist Microsofts Holographic Processing Unit (HPU), dieser Custom-Co-Prozessor ist "maßgeschneidert" und soll auch ordentlich Gas geben.

Die HPU dürfte auch einer der Gründe sein, warum HoloLens so teuer ist, dazu kommen noch die zahlreichen Sensoren und das Eye-Tracking. Abgesehen von der reinen Hardware darf man auch "Sekundärfaktoren" nicht vergessen, darunter einen komplizierten Produktionsprozess.
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