Uber-Fahrern werden "tausende" sexuelle Übergriffe vorgeworfen

Der Mitfahrdienst Uber steht immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in den seltensten Fällen sind die Schlagzeilen positiv. Aktuell geht es um Vorwürfe der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe, laut Medien zugespielten Dokumenten soll es sich hier um mehrere tausend Vorfälle handeln. Das Unternehmen dementiert das entschieden.
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Uber
Die US-Seite Buzzfeed, die seit einer Weile auch investigative Reportagen veröffentlicht, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Mitfahrdienst Uber. Laut BuzzFeed News gebe es nämlich in den internen Datenbanken mehrere tausend Beschwerden über Uber-Fahrer und angebliche sexuelle Übergriffe, auch Vergewaltigungen sollen vom Kundendienst registriert worden sein (via Heise).

Laut Buzzfeed habe ein ehemaliger Kundendienst-Mitarbeiter der Seite Screenshots zugespielt, die Einträge aus der internen Datenbank im Zeitraum von Dezember 2012 und August 2015 zeigen. Demnach habe das Unternehmen in dieser Zeit mehr als 6160 Tickets (also Kundenbeschwerden) zum Thema sexuelle Nötigung und 5827 Meldungen zu "Vergewaltigung" erhalten bzw. erfasst.

Uber dementiert

Das hat Uber in einer Stellungnahme zurückgewiesen und auf eine Suchungenauigkeit verwiesen: Denn das englische Wort für Vergewaltigung ("Rape") werde auch bei Fahrernamen wie "Jason Rape" und "Don Draper" ausgegeben (die Namen sind aber nur Beispiele), außerdem gebe es auch noch Tippfehler und andere "False Positives" wie "you raped my wallet" (was so viel wie "Ich wurde ausgenommen" heißt).

Uber gibt zu, dass man laut internen Richtlinien "nur" fünf echte Vergewaltigungen registrieren konnte, Details dazu nannte man aber nicht. Auch die Meldungen zu sexueller Nötigung dementierte man (in dieser Höhe), hier soll es u. a. um Gespräche zu Medienberichten oder auch Übergriffe in anderen Transportmitteln gehen. Die "offizielle" Uber-Zahl beträgt hier "weniger als 170 Vorfälle".

Hier ist die Argumentation nicht sonderlich bzw. nicht in vollem Umfang glaubhaft, da Buzzfeed auf wesentlich mehr Treffer mit direkter Nennung von Uber-Fahrern verweist. Uber will Medien aber keinen Zugriff auf die interne Datenbank geben, stattdessen soll der für den Leak verantwortliche (Ex-)Mitarbeiter aufgespürt werden.

Siehe auch: Mutmaßliche Vergewaltigung durch Fahrer - Uber in Indien verboten
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