Apple iPhone Duo: Aufwendiges Scharnier sorgt für Verzögerungen
Das iPhone Duo stellt Apple bei der Fertigung vor ungewohnte Hürden. Ein Scharnier aus über 100 Einzelteilen und verspätete Bauteile erschweren die Montage. Laut Zulieferern bremst eine bestimmte Vorgabe des Konzerns derzeit eine schnellere Produktion.
Apple betritt mit dem Gerät einen Markt, der seit Jahren von Firmen wie Samsung besetzt ist. Bislang bleibt das Segment der faltbaren Telefone klein: Im Jahr 2025 machten die Geräte laut Marktforschern weltweit nur rund 1,4 Prozent des Smartphonemarktes aus.
Apple verbaut im iPhone Duo ein mattes UTG-Display mit Nanotextur, das die typische Falte kaschieren soll. Das Smartphone ist im aufgeklappten Zustand rund 5,2 Millimeter dick. Im Gegensatz zum iPhone 18 Pro fehlen dem Gerät ein Teleobjektiv und Face ID; stattdessen kommt Touch ID zum Einsatz.
Bis die Montage ein ausgereiftes Niveau erreicht, könnten nach aktuellen Apple-Standards noch sechs bis zwölf Monate vergehen. Neben der Endmontage sorgen auch einzelne Komponenten für Verzögerungen. Das von Samsung Display gelieferte faltbare OLED-Panel wies in der Vergangenheit ebenfalls eine zu geringe Ausbeute auf und wurde verspätet geliefert.
Um die geringe Bauhöhe zu realisieren, greift Apple auf spezielle Komponenten chinesischer Zulieferer zurück. So stammt das innen liegende UTG-Glas von Lens Technology. Das Unternehmen Lingyi iTech liefert Stützplatten für den Bildschirm, eine ultradünne VC-Kühlung für den A20 Pro und spezielle Batteriegehäuse aus hauchdünnem Edelstahl.
Trotz der schwierigen Fertigung und des hohen Preises plant Apple für das laufende Jahr mit sechs bis acht Millionen produzierten Einheiten. Als konkretes Verkaufsziel stehen mehr als fünf Millionen Geräte im Raum. Zum Vergleich: Ein reguläres Modell der Pro-Reihe kommt pro Produktzyklus üblicherweise auf 20 bis 30 Millionen ausgelieferte Exemplare.
Ein schnellerer Hochlauf der Produktion wäre laut den Zulieferern nur möglich, wenn Apple seine Qualitätsanforderungen lockert. Der Wunsch, ein neues Gerät als Erster zu besitzen, könnte zudem zu Wartezeiten führen, die rasch bis in das kommende Jahr reichen.
Werdet ihr euch das iPhone Duo trotz des hohen Preises kaufen oder wartet ihr lieber auf ausgereiftere Generationen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Start mit großen Hürden
Apples erstes faltbares Smartphone, das iPhone Duo, ist ab dem 23. Oktober in Deutschland zu einem Preis ab 2299 Euro erhältlich. Vorbestellungen nimmt der Konzern ab dem 16. Oktober entgegen. Käufer müssen sich jedoch möglicherweise auf Engpässe einstellen. Die Produktion des komplexen Smartphones läuft bei den Auftragsfertigern derzeit langsamer an als erwartet.Apple betritt mit dem Gerät einen Markt, der seit Jahren von Firmen wie Samsung besetzt ist. Bislang bleibt das Segment der faltbaren Telefone klein: Im Jahr 2025 machten die Geräte laut Marktforschern weltweit nur rund 1,4 Prozent des Smartphonemarktes aus.
Apple verbaut im iPhone Duo ein mattes UTG-Display mit Nanotextur, das die typische Falte kaschieren soll. Das Smartphone ist im aufgeklappten Zustand rund 5,2 Millimeter dick. Im Gegensatz zum iPhone 18 Pro fehlen dem Gerät ein Teleobjektiv und Face ID; stattdessen kommt Touch ID zum Einsatz.
Geringe Ausbeute bei Montage
Ein Hauptgrund für die stockende Fertigung ist die geringe Ausbeute bei der Endmontage. Wie Kiemian unter Berufung auf Zuliefererkreise berichtet, stuft der Fertiger Foxconn aktuell nur gut 60 Prozent der zusammengebauten Geräte als brauchbar ein. Die Produktionslinien erfordern ständige Anpassungen von Maschinen und Arbeitsabläufen.Bis die Montage ein ausgereiftes Niveau erreicht, könnten nach aktuellen Apple-Standards noch sechs bis zwölf Monate vergehen. Neben der Endmontage sorgen auch einzelne Komponenten für Verzögerungen. Das von Samsung Display gelieferte faltbare OLED-Panel wies in der Vergangenheit ebenfalls eine zu geringe Ausbeute auf und wurde verspätet geliefert.
Komplexe Bauteile aus Asien
Eine weitere Herausforderung ist das Scharnier, das die beiden Gerätehälften verbindet. Es besteht aus über 100 winzigen Einzelteilen. Vor der Serienproduktion testete Apple offenbar den Einsatz von Flüssigmetall für einzelne Scharnierteile, bewertete die Pläne jedoch neu und entschied sich dagegen. Da das Scharnier viel Platz im Gehäuse einnimmt, müssen Akku, Mainboard und das Kühlsystem auf beide Hälften aufgeteilt werden.Um die geringe Bauhöhe zu realisieren, greift Apple auf spezielle Komponenten chinesischer Zulieferer zurück. So stammt das innen liegende UTG-Glas von Lens Technology. Das Unternehmen Lingyi iTech liefert Stützplatten für den Bildschirm, eine ultradünne VC-Kühlung für den A20 Pro und spezielle Batteriegehäuse aus hauchdünnem Edelstahl.
Trotz der schwierigen Fertigung und des hohen Preises plant Apple für das laufende Jahr mit sechs bis acht Millionen produzierten Einheiten. Als konkretes Verkaufsziel stehen mehr als fünf Millionen Geräte im Raum. Zum Vergleich: Ein reguläres Modell der Pro-Reihe kommt pro Produktzyklus üblicherweise auf 20 bis 30 Millionen ausgelieferte Exemplare.
Ein schnellerer Hochlauf der Produktion wäre laut den Zulieferern nur möglich, wenn Apple seine Qualitätsanforderungen lockert. Der Wunsch, ein neues Gerät als Erster zu besitzen, könnte zudem zu Wartezeiten führen, die rasch bis in das kommende Jahr reichen.
Werdet ihr euch das iPhone Duo trotz des hohen Preises kaufen oder wartet ihr lieber auf ausgereiftere Generationen? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Das faltbare iPhone Duo erscheint am 23. Oktober ab 2299 Euro im Handel
- Ein mattes UTG-Display mit Nanotextur soll störende Knicke reduzieren
- Foxconn stuft bisher lediglich rund 60 Prozent der Geräte als brauchbar ein
- Das komplexe Scharnier setzt sich aus mehr als 100 Einzelteilen zusammen
- Apple strebt für das Premierenmodell über fünf Millionen Verkäufe an
Themen:
Sebastian KuhbachGründer und Inhaber von WinFuture.de
Seit den 1990ern journalistisch unterwegs, damals mit einem Disketten-Magazin. Seine Themen reichen von Microsoft über Adobe bis zur Künstlichen Intelligenz.
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