Britischer Minister vergleicht Werbeblocker mit Musik-Piraterie
John Whittingdale, der in Großbritannien für Kultur zuständige Minister, hat bei einem Vortrag scharf in Richtung von Adblocker-Anbietern geschossen. Diese stellen eine moderne Form von "Schutzgeld-Erpressung" dar und werden für den Tod von Medien verantwortlich sein, wenn man es nicht schafft, das Problem in den Griff zu bekommen.
Der britische Kulturminister John Whittingdale äußerte sich bei einem Vortrag auf der Oxford Media Convention scharf ablehnend in Richtung Adblockern. Dieses Rausfiltern von Werbung über Browser-Erweiterungen sei eine Bedrohung für Zeitungen und andere Medien, so der Politiker.
Whittingdale will es allerdings nicht nur bei Worten belassen und kündigte an, in den kommenden Wochen einen runden Tisch zu organisieren. Daran sollen große Verlagshäuser, Social-Media-Gruppen und auch die Adblocker-Anbieter teilnehmen, berichtet der Guardian.
Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall, meint der Minister: "Es ist ziemlich einfach: Wenn Leute nicht in der einen oder anderen Form für Inhalte zahlen, dann wird es diese Inhalte irgendwann einmal nicht mehr geben. Und das gilt für ein aktuelles Stück Journalismus wie für das neue Album von Muse."
So meinte er, dass sein "natürlicher politischer Instinkt" ihm rate, dass "Selbstregulierung und Kooperation der Schlüssel" zum Lösen dieser Herausforderungen seien, was der digitale Sektor auch versucht. Aber die Regierung wolle helfen, wo es geht und falls diese Hilfe gewünscht sei. Whittingdale verurteilte aber insbesondere das so genannte "Whitelisting", bei dem Werbung von Adblockern gegen Bezahlung durchgelassen wird. Infografik: Wie AdBlocker das Internet zerstören
Whittingdale will es allerdings nicht nur bei Worten belassen und kündigte an, in den kommenden Wochen einen runden Tisch zu organisieren. Daran sollen große Verlagshäuser, Social-Media-Gruppen und auch die Adblocker-Anbieter teilnehmen, berichtet der Guardian.
Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall, meint der Minister: "Es ist ziemlich einfach: Wenn Leute nicht in der einen oder anderen Form für Inhalte zahlen, dann wird es diese Inhalte irgendwann einmal nicht mehr geben. Und das gilt für ein aktuelles Stück Journalismus wie für das neue Album von Muse."
Gleiches Problem
Whittingdale sagte weiter, dass Internet-Piraterie vor zehn Jahren für Musik- und Film-Industrien eine "ähnliche Bedrohung" gewesen seien wie es nun Werbeblocker für Informationsmedien sind. So etwas wie ein Verbot von Adblockern legte er allerdings keinesfalls nahe, fragte sich aber offen, welche Rolle die Regierung in diesem Fall spielen könnte oder sollte.So meinte er, dass sein "natürlicher politischer Instinkt" ihm rate, dass "Selbstregulierung und Kooperation der Schlüssel" zum Lösen dieser Herausforderungen seien, was der digitale Sektor auch versucht. Aber die Regierung wolle helfen, wo es geht und falls diese Hilfe gewünscht sei. Whittingdale verurteilte aber insbesondere das so genannte "Whitelisting", bei dem Werbung von Adblockern gegen Bezahlung durchgelassen wird. Infografik: Wie AdBlocker das Internet zerstören
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