Apple will Fernsehen auf seinem TV - und ist zunehmend frustriert
Der Computerkonzern Apple würde seine Set-Top-Box Apple TV gern mit der Möglichkeit aufwerten, über diese auch normale Fernsehprogramme zu empfangen. Viele Monate wird bereits verhandelt und auch die TV-Sender würden ganz gern mitmachen - doch wirklich zusammengekommen ist man bisher nicht.
Auf Seiten Apples sei die Frustration spürbar, berichtete John Skipper, Chef des US-Sportsenders ESPN, dem Wall Street Journal. Die Probleme, die bisher noch nicht überwunden werden konnten, sind nach seiner Darstellung recht vielfältig. So sind beispielsweise die technischen Fragen noch nicht zur Zufriedenheit Apples gelöst und auch hinsichtlich der Lizenzbedingungen sei der Konzern noch nicht mit der Fernsehbranche auf einen Nenner gekommen.
Dabei haben die TV-Sender durchaus ein Interesse daran, auf die Plattform zu kommen. Bisher konnten diese darauf vertrauen, über den klassischen Kabel-Anschluss den größten Teil der Haushalte in den USA mit ihren Programmen zu erreichen. Das ändert sich aber. Immer mehr Verbraucher schaffen ihre Kabelanbindungen ab und setzen nur noch auf Inhalte, die über das Internet zugänglich sind.
Was Serien und Filme angeht, ist man dabei ohnehin viel besser bedient: Vor allem Netflix als Platzhirsch auf dem US-Markt bietet ein umfangreiches Angebot, die Inhalte sind zeitunabhängig nutzbar und es gibt keine zusätzliche Werbung.
Die Online-Angebote sind inzwischen auf dem Apple TV quasi komplett nutzbar - aber eben auch bei konkurrierenden Systemen. Sollte Apple es gelingen, das normale Fernsehen auf sein Gerät zu holen, wäre dies ein äußerst starkes Verkaufsargument. Dies zeigte im vergangenen Jahr schon die große Freude der Apple-Manager, zumindest HBO als exklusives Angebot auf seine Plattform geholt zu haben. Angesichts der Haltung beider Seiten zu dem Thema, dürfte es aber nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Konzern ein komplettes TV-Bundle anbieten kann.
Dabei haben die TV-Sender durchaus ein Interesse daran, auf die Plattform zu kommen. Bisher konnten diese darauf vertrauen, über den klassischen Kabel-Anschluss den größten Teil der Haushalte in den USA mit ihren Programmen zu erreichen. Das ändert sich aber. Immer mehr Verbraucher schaffen ihre Kabelanbindungen ab und setzen nur noch auf Inhalte, die über das Internet zugänglich sind.
Was Serien und Filme angeht, ist man dabei ohnehin viel besser bedient: Vor allem Netflix als Platzhirsch auf dem US-Markt bietet ein umfangreiches Angebot, die Inhalte sind zeitunabhängig nutzbar und es gibt keine zusätzliche Werbung.
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Christian Kahle
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