Apple droht eine 8 Milliarden US-Dollar Steuernachzahlung in Irland
Die EU-Kommission hatte erst vor knapp einem Monat die Untersuchungen im Falle der Steuertricks von Apple in Irland ausgeweitet. Nun heißt es, im Falle einer Verurteilung durch die Kommission sollen Apple Nachzahlungen in Höhe von acht Milliarden US-Dollar drohen.
Nach einem neuen Bericht von Bloomberg über die entgangenen Steuer-Milliarden wird es spannend, wie Apple sich aus dem Schlamassel heraus manövrieren kann. Wie es heißt, besteht zwischen Irland und Apple keinen Sonder-Deal, der zu überdurchschnittlichen "Steuergeschenken" führen könne. Apple-Finanzchef Luca Maestri hatte stets betont, dass es keine staatliche Beihilfe zur Steuervermeidung in Irland geben würde und das alles ganz legal und rechtmäßig ablaufe. Apple werde nicht gesondert behandelt, sondern unterliege wie jedes andere Unternehmen auch der Besteuerung, daher habe Apple durch die Ermittlungen gegen den Konzern von der EU nichts zu befürchten.
Siehe auch: Apples "Steuertricks" in Irland: EU weitet ihre Untersuchung aus
Seit 2014 ermittelt die US Kommission offiziell gegen Apple und die Steuertricks, mit denen der Konzern Milliarden bei den Abgaben spart. In einer ähnlich gelagerten Untersuchung des italienischen Fiskus hatte Apple sich vor kurzem bereit erklärt, eine Nachzahlung an den italienischen Staat in Höhe von 318 Millionen Euro zu tätigen. Dafür wurde der einige Jahre andauernde Steuerstreit zu den Akten gelegt.
Die Zahl-Offerte in Italien war als ein Signal aufgenommen worden, dass Apple grundsätzlich bereit ist, in Zukunft keine kruden Steuersparmodelle mehr zu nutzen und auch in anderen EU-Ländern Steuern nachzuzahlen.
Mehr dazu: Apples 318 Mio. Euro Nachzahlung an Italien beendet Steuerstreit
Effektiver Steuersatz von nur 1,8 Prozent?
Bloomberg sieht das nach den neusten Details aber anders. Es geht dabei um 64,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, den Apple in den Jahren 2004 bis 2014 in Irland versteuern musste. Laut Bloomberg hat Apple einen effektiven Steuersatz von nur 1,8 Prozent gehabt, der normale Steuersatz liegt aber bei 12,5 Prozent. Es geht damit rein rechnerisch um eine mögliche Steuernachzahlung in Höhe von rund acht Milliarden US-Dollar - und das ohne mögliche Strafzahlungen.Siehe auch: Apples "Steuertricks" in Irland: EU weitet ihre Untersuchung aus
Seit 2014 ermittelt die US Kommission offiziell gegen Apple und die Steuertricks, mit denen der Konzern Milliarden bei den Abgaben spart. In einer ähnlich gelagerten Untersuchung des italienischen Fiskus hatte Apple sich vor kurzem bereit erklärt, eine Nachzahlung an den italienischen Staat in Höhe von 318 Millionen Euro zu tätigen. Dafür wurde der einige Jahre andauernde Steuerstreit zu den Akten gelegt.
Die Zahl-Offerte in Italien war als ein Signal aufgenommen worden, dass Apple grundsätzlich bereit ist, in Zukunft keine kruden Steuersparmodelle mehr zu nutzen und auch in anderen EU-Ländern Steuern nachzuzahlen.
Mehr dazu: Apples 318 Mio. Euro Nachzahlung an Italien beendet Steuerstreit
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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