Apple hat einen "Geheimplan" gegen den Mittelklasse-Android-Markt
Auch wenn es bisher anders aussah, ignoriert der Computer-Konzern Apple das riesige Segment der Mittelklasse-Geräte im Android-Lager keinesfalls. Während immer wieder damit gerechnet wurde, dass das Unternehmen ein billigeres iPhone auf den Markt bringt, wurde nun klar, dass man für diesen Markt einen ganz anderen Plan hat.
Und dieser besteht im Kern aus dem Upgrade-Programm, das Apple kürzlich in den USA gestartet hat. Auf den ersten Blick handelt es sich hier nur um einen Service für Hardcore-Fans, die ein Abo abschließen können, um in jedem Jahr pünktlich zum Verkaufsstart das neueste iPhone in die Hand zu bekommen. In seiner aktuellen Form kann dieses im Grunde auch erst einmal als frühes Experiment angesehen werden, das noch keinen größeren Einfluss auf das gesamte Geschäft des Unternehmens hat.
Nach und nach will man das Programm aber auch in anderen Ländern bereitstellen - und auch nicht nur direkt über die eigenen Vertriebskanäle. "Wir wollen das automatisieren und dabei mit unseren Partnern, den Netzbetreibern, zusammenarbeiten", erklärte Apple-Chef Tim Cook während einer Telefonkonferenz nach der Vorlage der letzten Bilanzen. Er geht davon aus, dass solche Abo-Modelle in Zukunft weitaus häufiger von Nutzern gebucht werden als dies heute der Fall ist.
In der Folge hofft man auf einen "positiven Einfluss" auf die Replacement-Zyklen - also darauf, dass deutlich mehr Kunden regelmäßig auf neuere Modelle wechseln. Und genau hier soll der Plan dann aufgehen und Apple einen stärkeren Zugang zum Mittelklasse-Markt verschaffen. Denn durch die schnelleren Upgrades werden auch große Mengen an iPhones der vorhergehenden Produktzyklen frei, die dann von jenen Nutzern gekauft werden sollen, die sich kein Apple-Smartphone der neuesten Generation leisten können oder wollen. Im kleinen Rahmen bediente Apple diesen Bedarf ohnehin schon dadurch, dass ältere Geräte zu niedrigeren Preisen im Sortiment blieben.
Der Hersteller würde damit vielleicht nicht zusätzliche große Mengen an Neugeräten verkaufen, doch das ist offenbar ohnehin nicht das Ziel. Denn hier liefe man Gefahr, sich im schlimmsten Fall das Geschäft mit den Spitzenmodellen und ihren hohen Gewinnmargen zu beschädigen.
Vielmehr sollen also die nach einem Jahr aussortierten Geräte an neue Besitzer gehen und so vor allem dafür sorgen, dass die Installations-Basis schneller wächst. Und bei dieser Messgröße hat Apple ohnehin schon einen höheren Marktanteil als die Verkaufsanteile bei Neugeräten vermuten lassen. Cook verweist hier darauf, dass man bei der Sache das gesamte Ökosystem im Blick haben muss. "Das ist nicht zu unterschätzen", führte er aus. Denn auch die zahlreichen Käufer gebrauchter iPhones sollen dann natürlich weiteres Geld in den Kauf von Apps und Inhalten investieren.
Nach und nach will man das Programm aber auch in anderen Ländern bereitstellen - und auch nicht nur direkt über die eigenen Vertriebskanäle. "Wir wollen das automatisieren und dabei mit unseren Partnern, den Netzbetreibern, zusammenarbeiten", erklärte Apple-Chef Tim Cook während einer Telefonkonferenz nach der Vorlage der letzten Bilanzen. Er geht davon aus, dass solche Abo-Modelle in Zukunft weitaus häufiger von Nutzern gebucht werden als dies heute der Fall ist.
In der Folge hofft man auf einen "positiven Einfluss" auf die Replacement-Zyklen - also darauf, dass deutlich mehr Kunden regelmäßig auf neuere Modelle wechseln. Und genau hier soll der Plan dann aufgehen und Apple einen stärkeren Zugang zum Mittelklasse-Markt verschaffen. Denn durch die schnelleren Upgrades werden auch große Mengen an iPhones der vorhergehenden Produktzyklen frei, die dann von jenen Nutzern gekauft werden sollen, die sich kein Apple-Smartphone der neuesten Generation leisten können oder wollen. Im kleinen Rahmen bediente Apple diesen Bedarf ohnehin schon dadurch, dass ältere Geräte zu niedrigeren Preisen im Sortiment blieben.
Der Hersteller würde damit vielleicht nicht zusätzliche große Mengen an Neugeräten verkaufen, doch das ist offenbar ohnehin nicht das Ziel. Denn hier liefe man Gefahr, sich im schlimmsten Fall das Geschäft mit den Spitzenmodellen und ihren hohen Gewinnmargen zu beschädigen.
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Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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