Hintertüren in Verschlüsselung:
US-Regierung rudert zurück
Die Verfechter der freien Kommunikation im Netz haben in der Auseinandersetzung um die Verfügbarkeit wirksamer Verschlüsselungen gepunktet. Die US-Regierung hat sich darauf festgelegt, niemandem zum Einbau von Hintertüren zu verpflichten. Ein Sieg ist das aber noch lange nicht.
Infografik: Die Geschichte der Kryptographie
Immer wieder hatten vor allem Sicherheits-Hardliner in den letzten Monaten gefordert, dass Anbieter von verschlüsselten Kommunikationswegen gesetzlich dazu verpflichtet werden sollen, Behörden den Zugriff auf die enthaltenen Informationen zu ermöglichen. Dies ging einher mit harschen Angriffen auf Unternehmen wie Apple und Google, die die Krypto-Features in ihren Mobile-Plattformen zuletzt eher erweiterten, als sie zu reduzieren.
Seitens der aktuellen US-Regierung ist nun eine Entscheidung gefallen, wie man mit dem Thema umgehen will. Öffentlich wurde diese, als James B. Comey, Chef der US-Bundespolizei FBI, laut einem Bericht der Washington Post vor dem Sicherheitsausschuss des Senates erklärte: "Die Regierung hat entschieden, jetzt keine gesetzliche Lösung anzustreben."
Gänzlich vom Tisch ist das Thema allerdings nicht. Statt eine bindende Verpflichtung in die Welt zu setzen, die nach Einschätzung aller Experten mehr Probleme als Lösungen mit sich bringen würde, wolle man viel mehr auf einen Dialog mit der Industrie setzen. Die Internet-Unternehmen sollen also möglichst dazu gebracht werden, freiwillig dafür zu sorgen, dass die Behörden in bestimmten Fällen Zugriff auf Kommunikations-Inhalte bekommen.
Auch wenn damit im Grunde zumindest erst einmal der befürchtete Generalangriff auf die Verschlüsselung von Kommunikationswegen abgewehrt ist, kann von Entwarnung keine Rede sein. Denn die Entscheidung bedeutet im Grunde, dass erst einmal alles so bleibt wie es derzeit ist. Vertreter von Sicherheitsbehörden und die ihnen verbundenen Politiker werden also weiterhin fordern, dass die Kryptographie im Netz aufgeweicht wird. Hinzu kommt, dass die derzeitige US-Regierung ohnehin nur noch ein gutes Jahr im Amt ist.
Infografik: Die Geschichte der Kryptographie
Immer wieder hatten vor allem Sicherheits-Hardliner in den letzten Monaten gefordert, dass Anbieter von verschlüsselten Kommunikationswegen gesetzlich dazu verpflichtet werden sollen, Behörden den Zugriff auf die enthaltenen Informationen zu ermöglichen. Dies ging einher mit harschen Angriffen auf Unternehmen wie Apple und Google, die die Krypto-Features in ihren Mobile-Plattformen zuletzt eher erweiterten, als sie zu reduzieren.
Seitens der aktuellen US-Regierung ist nun eine Entscheidung gefallen, wie man mit dem Thema umgehen will. Öffentlich wurde diese, als James B. Comey, Chef der US-Bundespolizei FBI, laut einem Bericht der Washington Post vor dem Sicherheitsausschuss des Senates erklärte: "Die Regierung hat entschieden, jetzt keine gesetzliche Lösung anzustreben."
Gänzlich vom Tisch ist das Thema allerdings nicht. Statt eine bindende Verpflichtung in die Welt zu setzen, die nach Einschätzung aller Experten mehr Probleme als Lösungen mit sich bringen würde, wolle man viel mehr auf einen Dialog mit der Industrie setzen. Die Internet-Unternehmen sollen also möglichst dazu gebracht werden, freiwillig dafür zu sorgen, dass die Behörden in bestimmten Fällen Zugriff auf Kommunikations-Inhalte bekommen.
Auch wenn damit im Grunde zumindest erst einmal der befürchtete Generalangriff auf die Verschlüsselung von Kommunikationswegen abgewehrt ist, kann von Entwarnung keine Rede sein. Denn die Entscheidung bedeutet im Grunde, dass erst einmal alles so bleibt wie es derzeit ist. Vertreter von Sicherheitsbehörden und die ihnen verbundenen Politiker werden also weiterhin fordern, dass die Kryptographie im Netz aufgeweicht wird. Hinzu kommt, dass die derzeitige US-Regierung ohnehin nur noch ein gutes Jahr im Amt ist.
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Christian Kahle
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