Jetzt sucht auch Cisco in seinen Systemen nach NSA-Hintertüren
Der marktführende Netzwerk-Ausrüster Cisco hat die Überprüfung der Code-Basis seiner gesamten Produktpalette eingeleitet. Damit reagiert das Unternehmen auf eine Mitteilung des kleineren Konkurrenten Juniper, der im Betriebssystem einer Produktserie bewusst eingebaute Hintertüren entdeckt hatte.
Woher diese stammen, ist bisher noch ungeklärt. Der Verdacht liegt aber nahe, dass ein Geheimdienst wie die NSA entweder einen Mitarbeiter in das Unternehmen einschleuste oder einen Juniper-Entwickler anwarb und die Backdoors im Quellcode verstecken ließ. Immerhin wäre das nicht der erste Fall, in dem die NSA sich Zugang zu den Systemen verschafft. Betroffen waren im aktuellen Fall ausgerechnet VPN-Systeme und die Schwachstellen ermöglichten es, einen Zugang zum verschlüsselten Tunnel zu öffnen.
Da Cisco-Systeme weltweit viel stärker verbreitet sind, hegt man nun natürlich auch bei diesem Unternehmen den Verdacht, dass vergleichbare Hintertüren eingeschleust wurden. Anthony Grieco, der für die Produktsicherheit bei dem Konzern zuständig ist, stellte klar, dass man intern eine klare Richtlinie habe, keine Backdoors in die eigenen Produkte einzubauen.
"Auch wenn unsere normalen Prozesse nicht authorisierte Software erkennen sollten, ist uns klar, dass dies nicht jedes Risiko beseitigen kann", erklärte er. Daher habe man nun Entwickler mit Erfahrungen im Bereich der Kryptographie und der tiefen Netzwerk-Funkionen damit beauftragt, zusätzliche Penetration-Tests und Code-Reviews durchzuführen. Gefahndet wird unter anderem nach nicht dokumentierten Code-Bereichen und nicht nachvollziehbarem Datenverkehr.
Außerdem wolle man sich aufgrund der Schwere des Problems bei Juniper nicht nur auf die eigenen Fachleute verlassen. Grieco lud daher alle Kunden und externen Sicherheitsforscher ein, sich selbst an der Suche nach Sicherheitslücken in Cisco-Systemen zu beteiligen und eventuelle Funde zu melden.
Da Cisco-Systeme weltweit viel stärker verbreitet sind, hegt man nun natürlich auch bei diesem Unternehmen den Verdacht, dass vergleichbare Hintertüren eingeschleust wurden. Anthony Grieco, der für die Produktsicherheit bei dem Konzern zuständig ist, stellte klar, dass man intern eine klare Richtlinie habe, keine Backdoors in die eigenen Produkte einzubauen.
"Auch wenn unsere normalen Prozesse nicht authorisierte Software erkennen sollten, ist uns klar, dass dies nicht jedes Risiko beseitigen kann", erklärte er. Daher habe man nun Entwickler mit Erfahrungen im Bereich der Kryptographie und der tiefen Netzwerk-Funkionen damit beauftragt, zusätzliche Penetration-Tests und Code-Reviews durchzuführen. Gefahndet wird unter anderem nach nicht dokumentierten Code-Bereichen und nicht nachvollziehbarem Datenverkehr.
Außerdem wolle man sich aufgrund der Schwere des Problems bei Juniper nicht nur auf die eigenen Fachleute verlassen. Grieco lud daher alle Kunden und externen Sicherheitsforscher ein, sich selbst an der Suche nach Sicherheitslücken in Cisco-Systemen zu beteiligen und eventuelle Funde zu melden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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